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Feedback AG stellt Insolvenzantrag

03.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Feedback AG hat am gestrigen Montag beim Amtsgericht Regensburg Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Die Regensburger New-Media-Agentur begründete den Schritt mit Liquiditätsproblemen. Grund dafür sei unter anderem eine erhebliche Forderung gegen die insolvente Phenomedia AG. Der skandalumwitterte Spieleentwickler hatte im Oktober vergangenen Jahres die Aktienmehrheit an Feedback übernommen. Anschließend - so der Vorwurf der Regensburger - hätten Björn Denhard und Markus Scheer in ihrer Funktion als damalige Vorstände von Feedback und Phenomedia einen erheblichen Kapitaltransfer vorgenommen. Außerdem wurde weiteres Vermögen aufgrund eines Rechtsstreits mit dem ehemaligen Feedback-Vorstandsvorsitzenden Ernst Kick gesperrt. Dieses Geld hätte dazu beitragen könnte, die laufenden Kosten

und Investitionen zu decken. Nachdem es nicht gelungen sei, kurzfristig Investoren zu gewinnen, entschied sich der IT-Dienstleister nun für den Gang zum Insolvenzgericht. Das Unternehmen kündigte jedoch an, die Gespräche mit potenziellen Geldgebern fortzuführen. Feedback ist zuversichtlich, das operative Geschäft aus eigener Kraft oder mit Hilfe von Investoren weiterführen zu können. Die erfolgreiche Restrukturierung hätte dazu eine gute Grundlage geschaffen, erklärten die Regensburger. Die Nürnberger Tochtergesellschaft Eskatoo sei von der Insolvenz nicht betroffen, hieß es. (mb)