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FCC: VoIP-Anbieter sollen Notfallrufnummer 911 anbieten

19.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die US-amerikanische Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) plant, VoIP-Providern das Angebot eines Notfallrufnummern-Service zwingend vorzuschreiben. In den USA ist 911 die offizielle Notfallnummer, die von allen Festnetz- und Mobilfunkanbietern laut Gesetz vorgehalten werden muss. Im Gegensatz dazu sind die VoIP-Dienstleister bislang zu diesem Dienst nicht verpflichtet, der in Deutschland der Rufnummer 111 entspricht.

Die FCC wurde nun auf den Plan gerufen, nachdem ein Ehepaar nach einem Raubüberfall schwer verletzt wurde und dessen Tochter vergeblich versuchte, über den VoIP-Anbieter Vonage Hilfe zu organisieren. Vonage gilt als größter Provider von Internet-Telefonie in den USA und zählt derzeit rund 640 000 Kunden. Die Behörde hat vor, den IP-Telefonie-Anbietern die Einführung des 911-Dienstes binnen 120 Tagen aufzuerlegen, sobald die Regelung Gesetz ist. In Deutschland stellt die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post derzeit ebenfalls Überlegungen an, ob und wie VoIP-Provider einen Notfalldienst vorhalten müssen. (pg)