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FCC genehmigt AT&T-Broadband-Übernahme durch Comcast

14.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Wettbewerbsbehörde Federal Communications Commission (FCC) und das US-Justizministerium haben den über 30 Milliarden Dollar schweren Kauf von AT&T Broadband durch Comcast genehmigt. Damit fielen nun die letzten Hürden für den Zusammenschluss zu AT&T Comcast, dem mit Abstand größten Kabelfernsehbetreiber in den Vereinigten Staaten. Das neue Unternehmen wird mit etwa 27 Millionen Abonnenten mehr als doppelt so viele Kunden wie die Nummer zwei, AOL Time Warner, aufweisen und fast 30 Prozent des Bezahlfernsehens sowie über 65 Prozent des Kabel-TV-Geschäfts in den USA kontrollieren. Dennoch blieben größere Auflagen aus: AT&T Comcast muss hauptsächlich nur die 25-prozentige Beteiligung an Time Warner Entertainment (TWE) in eine unwiderrufbare Treuhandverwaltung geben und sich längerfristig von diesen Anteilen trennen.

Die FCC verspricht sich von der Fusion Neuinvestitionen und erheblichen Kosteneinsparungen in der Kabelfernsehbranche, von denen letztendlich auch die Konsumenten profitieren würden. Der Zusammenschluss soll außerdem die Einführung von Breitband-Diensten beschleunigen. Verbraucherschützer befürchten dagegen, dass die Gebühren für das Kabelfernsehen steigen. Sie kritisieren in diesem Zusammenhang außerdem das Veto der Aufsichtsbehörde zu dem Zusammenschluss der Satelliten-TV-Betreiber Echostar und DirecTV (Computerwoche online berichtete). Die FCC hätte damit verhindert, dass das Satellitenfernsehen zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für die Kabelmonopole werde, argumentieren sie. (mb)