IT-Sicherheit

Fast die Hälfte ist ohne Notfallplan

12.03.2012
Ima Buxton arbeitet als freie Redakteurin in München. Sie schreibt schwerpunktmäßig zu Strategie- und Trendthemen.
Anzeige  Deutsche Unternehmen sind mehr denn je um die Sicherheit ihrer Unternehmensdaten besorgt. Einer Studie des Branchenverbandes BITKOM zufolge sind dennoch zu wenige Firmen auf den Ernstfall vorbereitet.
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Im Falle eines Sicherheitsvorfalls in der Unternehmens-IT muss klar sein, welche Geschäftsprozesse betroffen sind, wer zu informieren und was zu tun ist - diese Einzelheiten regelt ein Notfallplan. Doch fast die Hälfte der Unternehmen in Deutschland verfügt nicht über entsprechende Regularien. Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 800 Unternehmen im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM. Dabei betrachten die Firmen das Thema IT-Sicherheit durchaus mit Sorge: 57 Prozent der Befragten erkennen der Studie zufolge Angriffe auf ihre IT-Systeme als reale Gefahr. 40 Prozent haben bereits eine Cyber-Attacke oder einen entsprechenden Angriff auf die IT erlebt.

Betroffene scheuen den Gang zur Polizei

Die meisten Firmen zeigen indessen eine hohe Bereitschaft, im Falle eines Hackerangriffes oder eines IT-Sicherheitslecks mit Polizei und Staatsanwaltschaft zusammenzuarbeiten: Knapp drei Viertel der Studienteilnehmer würden unter diesen Umständen mit den Behörden kooperieren. Jedes vierte Unternehmen hielte sich jedoch von den offziellen Stellen fern, träte der Ernstfall ein. Zu viele betroffene Unternehmen scheuten den Gang zur Polizei oder einer anderen Insitution, kommentiert der BITKOM die Situation und beruft sich dabei auf Erfahrungen mit entsprechenden Vorfällen in den Unternehmen der Branche.

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