Alle Fakten rund um das Apple-Tablet

FAQ zum neuen iPad

Heinrich Vaske ist Chefredakteur der COMPUTERWOCHE und verantwortlich im Sinne des Presserechts (v.i.S.d.P.). Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung der Computerwoche - im Web und in der Zeitschrift. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte der COMPUTERWOCHE und moderiert Veranstaltungen. Weitere Interessen: der SV Werder Bremen, Doppelkopf und Bücher - etwa die von P.G. Woodhouse.
Heute bekommen erste Anwender das neue iPad mit Retina-Display, verbesserter Kamera und leistungsstärkerem Prozessor in die Hände. Wir haben die wichtigsten Fakten in einer FAQ zusammengestellt.

Was bringt der neue Prozessor, wie gut ist das hochauflösende Display, welche Apps funktionieren auf dem iPad-2-Nachfolger? Die wichtigsten Fragen und Antworten zum neuen iPad von Apple finden Sie hier.

Unterstützt das neue iPad den Mobilfunk der 4. Generation (LTE)?

Foto: Apple

Nur in Nordamerika. Apples neuer Flachmann nutzt für den LTE-Funk andere Frequenzen als in Europa üblich sind. Anwender in Deutschland und Österreich werden deshalb nicht mit LTE-Geschwindigkeit surfen können. Laut Apple unterstützt das neue iPad die Frequenzen 700 und 2100 MHz. In Deutschland sind jedoch die Frequenzbänder 800 und 2600 MHz für LTE freigegeben. Das iPad wird also wohl nur in den USA und Kanada ein echtes "iPad 4G". Wenn demnächst in Deutschland erste Städte erschlossen sind und entsprechende Geräte und Tarife auf den Markt kommen, haben iPad-User also möglicherweise erst einmal das Nachsehen.

Wie sieht es mit der UMTS-Unterstützung aus?

Hier hat Apple alle Standards und Erweiterungen berücksichtigt, die derzeit technisch möglich sind. Mit den UMTS-Erweiterungen HSPA+ und DC-HSPA (Dual-Cell-HSPA) unterstützt Apple die schnellsten Ausbaustufen des Mobilfunks. Anbieter wie die Telekom liefern mit HSPA+ theoretische Geschwindigkeiten von etwa 21 MBit/s. Vodafone Deutschland verspricht "in ausgewählten Gebieten" sogar bis zu 42,2 Mbit. O2 hat bis zu 14 Mbit im Angebot, allerdings nur mit dem teuersten Tarif.

Bietet das neue iPad Bluetooth 4.0?

Ja, es unterstützt den Strom sparenden neuesten Bluetooth-Standard - ähnlich wie bereits iPhone 4S, der aktuelle Mac Mini und der Macbook Air. Die jüngste Bluetooth-Variante deckt zunächst alle Features des vom iPad 2 unterstützten Standards Bluetooth 2.1+DER ab, so dass vorhandenes Zubehör problemlos arbeiten sollte.

Version 4.0 unterstützt darüber hinaus das Protokoll "Bluetooth low energy", das zu geringerem Energieverbrauch bei Betrieb und Verbindungsaufnahme führt. Das neue iPad ist damit "Smart Ready". Externe Tatsturen, Headsets etc. verschlingen laut Anbieter bis zu 90 Prozent weniger Strom, allerdings gibt es noch nicht sehr viel Peripheriegeräte die mit Bluetooth 4.0 klar kommen.

Lassen sich mit dem neuen iPad Personal Hotspots einrichten?

Das iPad bietet hier dieselben Möglichkeiten wie iPhone 4 und iPhone 4s. Bis zu fünf angeschlossene Geräte können sich gleichzeitig eine Mobilfunkverbindung teilen.

Funktioniert Videotelefonie via FaceTime auf dem iPad weiter nur über ein WLAN?

Apple hat hier keine Veränderungen angekündigt. Wer Video-Chats mit den Großeltern plant, braucht also auch in Zukunft ein Wireless LAN. Alternativ lässt sich aber ein Hotspot über das iPhone, sofern vorhanden, einrichten. Oder Sie nutzen einfach Skype.

Kommt das neue iPad mit besseren Lautsprechern?

Die Lautsprecher sind die gleichen wie beim iPad 2. Immerhin hat Apple mit dem aktuellen iOS-Release 5.1 die Akustikeigenschaften verbessert - wovon alle Nutzer von Apple-Gadgets profitieren.