Neulich in ... Peking

Fährst du schon oder gehst du noch?

Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 18 Jahren. Langweilig? Nein, sie endeckt immer wieder neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und in ihrem eigenen Job. Sie recherchiert, schreibt, redigiert, moderiert, plant und organisert.
Wer geschäftlich nach Peking reist, sollte gut zu Fuß sein und das Regencape parat haben. Diese Erfahrung machte Eckhard Schneider, Chief Technology Officer der Kommunikationsagentur Interone, auf seiner letzten China-Reise.

Vor kurzem besuchte ich die Niederlassung unseres Unternehmens in Beijing. Ich war in einem Hotel untergebracht, das wenige Kilometer vom Büro entfernt lag. Am ersten Tag kam auch das Thema "Unterwegs in Beijing" im Smalltalk mit den Kollegen auf, und die Schwierigkeit, zu manchen Zeiten ein Taxi zu bekommen. "Und wenn es dann regnet, kannst Du es komplett vergessen", schloss ein Kollege.

Taxis in Peking sind ein knappes Gut. Quelle: Fotolia, Arno Brignon
Taxis in Peking sind ein knappes Gut. Quelle: Fotolia, Arno Brignon
Foto: Arno Brignon - Fotolia.com

Am nächsten Morgen regnete es. Ich fragte in der Hotellobby, ob man mir ein Taxi rufen könne, was mit einem mitleidigen Lächeln und bedauerndem "Sorry" quittiert wurde. Einen Taxistand gab es nicht. So versuchte ich also, auf der Straße ein Taxi heranzuwinken - genau wie ganze Horden von Chinesen, die dabei ebenso erfolglos waren wie ich. Alle Taxis, die vorbeifuhren - und das waren nicht wenige - waren besetzt.

Ich lief ein Stück und konnte dann durch die Straßenschluchten am Horizont das riesige Hochhaus erkennen, in dem unser Büro untergebracht war. Ich trat also den Weg zu Fuß an. Ein Taxi habe ich dann übrigens doch noch anhalten können, aber da hatte ich den größten Teil des Weges schon zurückgelegt.

Diese und ähnliche Geschichten aus der (IT-)Arbeitswelt präsentieren wir in unserer Kolumne "Neulich in . . ." . Uns interessieren kuriose, aufschlussreiche und amüsante Begebenheiten aus der internationalen und nationalen Geschäftswelt. Wenn Sie entsprechende Anekdoten auf Lager haben, dann schreiben Sie uns. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften!