IT & Business Excellence

Studie von SAP

Fachbereiche skeptisch gegenüber Hybrid-Cloud

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Vier von fünf CIOs planen den Gang in die Cloud als ideale Ergänzung für On-Premise-Lösungen. Doch die Fachbereiche stehen dem hybriden Ansatz skeptisch gegenüber, hinzu kommen Sicherheitsbedenken.

CIOs wollen durch eine Kombination von On-Premise- und Cloud-Anwendungen Softwareinnovationen ohne Unterbrechung des Geschäftsbetriebs implementieren. 70 Prozent sind der Ansicht, dass sich IT-Prozesse mit diesem hybriden Ansatz einfacher und schneller implementieren lassen. Das fand die US-Marktforschungsfirma Wakefield Research im Auftrag der SAP AG bei einer Umfrage unter mehr als 50 IT-Chefs, davon 22 aus Fortune-1000-Unternehmen, heraus.

Hybrid Cloud = Cloud + On Premise

CIOs nutzen hybride Cloud Services am häufigsten für Datenmanagement sowie Vertrieb und Marketing.
CIOs nutzen hybride Cloud Services am häufigsten für Datenmanagement sowie Vertrieb und Marketing.
Foto: SAP / Wakefield

Demnach beschäftigen sich 81 Prozent der Befragten bereits seit längerem mit der Einführung von Cloud-Lösungen, um die bestehenden On-Premise-Installationen zu ergänzen. 87 Prozent sagten, Cloud-Dienste seien wichtig für ihre Geschäftstätigkeit. Bei On-Premise-Lösungen waren es 83 Prozent. 67 Prozent haben laut Umfrage bereits einige hybride IT-Tools eingeführt. Aus dieser Gruppe sind drei Viertel der Meinung, dass die IT-Prozesse in ihrem Unternehmen nach der Migration weniger komplex sind und auch die Betriebsprozesse effizienter laufen. Laut der Umfrage betreiben CIOs am häufigsten die Prozesse aus Vertrieb, Marketing und Datenmanagement (je 29 Prozent), Projektmanagement (26 Prozent) und Personalwesen (24 Prozent) in einer hybriden Cloud-Konfiguration.

Sicherheitsrisiko steigt durch Hybrid-Cloud

Allerdings kommen IT-Verantwortliche auf dem Weg zur hybriden Cloud schwer voran. Drei Viertel berichten von internen Widerständen der Fachbereiche gegen diese Pläne. Die Zurückhaltung hänge in der Regel mit der jeweiligen Unternehmenskultur zusammen. Um Unternehmen bei der Erstellung einer konsistenten Cloud-Strategie zu unterstützen, setzt etwa die SAP als Anbieter auf eine enge Zusammenarbeit mit den CIOs. Dabei soll eine Cloud-Strategie definiert werden, die Investitionen in vorhandene On-Premise-Anwendungen schützen und gleichzeitig betriebliche Flexibilität ermöglichen.

In den Unternehmen bremsen überdies Sicherheitsbedenken die Einführung hybrider Cloud-Services. 52 Prozent der IT-Leiter teilten mit, dass sie ihre On-Premise-Installation für sicherer halten als Cloud-basierte Lösungen. Fast zwei Drittel sind der Meinung, dass die IT-Sicherheitsrisiken durch die Migration von IT-Services in eine Hybrid-Cloud generell steigen.