Fürs Erste

Facebook legt Werbenetzwerk auf Eis

Thomas Cloer
Thomas Cloer ist verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
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Es hat den Anschein, als müsste die Web-Welt auf das mit Spannung erwartete Werbenetzwerk von Facebook noch ein wenig länger warten.
Facebook-Campus in Menlo Park, Kalifornien
Facebook-Campus in Menlo Park, Kalifornien
Foto: Facebook

Das weltgrößte soziale Netzwerk hat einen frühen in diesem Jahr gestarteten Test beendet, bei dem Facebook seine eigenen Anzeigen in den mobilen Apps anderer Entwickler platzierte. Auch Gespräche mit Publishern über Facebook-Anzeigen auf deren mobilen Websites seien eingestellt worden, berichtet das US-Blog "All Things Digital". Damit deute alles darauf hin, dass Facebooks Gegenstück zu Google AdSense nicht in den nächsten Monaten starten werde, heißt es weiter.

Insidern zufolge sind das größte Problem für Facebook und seine möglichen Partner demnach Bedenken, dass Facebook noch nicht in der Lage sei, auf externen Seiten Anzeigen auszuliefern, die entweder für das Netzwerk selbst oder seine Partner signifikanten Wert produzierten. Sprich: Facebook garantiere keinen Mindestumsatz unabhängig von der Performance der Anzeigen, sondern verspreche lediglich einen "generösen" Revenue Split.

Facebook befindet sich aber dem Vernehmen nach in fortgeschrittenen Verhandlungen mit Microsoft über einen Kauf von dessen Werbeplattform "Atlas". Darüber sei das Unternehmen hinaus auch an anderen Zukäufen in diesem Bereich interessiert, beispielsweise an der "Media Intelligence Platform" Aggregate Knowledge, heißt es weiter.

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