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"Lamebook" gesperrt

Facebook lässt "Face" als Marke schützen

24.11.2010
Das Online-Netzwerk Facebook hat das englische Wort "Face" (Gesicht) in den USA als Marke schützen lassen.
Findet Mark Zuckerberg gar nicht witzig: Die Facebook-Parodie "Lamebook"
Findet Mark Zuckerberg gar nicht witzig: Die Facebook-Parodie "Lamebook"

Das US-Patentamt stellte am Dienstag (Ortszeit) dem kalifornischen Unternehmen eine vorläufige Bescheinigung ("Notice of Allowance") aus, dass der Antrag auf Markenschutz erteilt wird. Der Antrag von Facebook auf die Nutzung des Wortes "Face" wurde für Telekommunikationsdienstleitungen, Chat-Räume und andere computergestützte Mitteilungsformen bewilligt.

Der Markenschutz von Alltagsbegriffen ist auch in den USA umstritten. So wurde immer wieder der Markenschutz von Microsoft für das Wort "Windows" in Zweifel gezogen. Dennoch erteilt das U.S. Patent And Trademark Office (USPTO) immer wieder entsprechende Markenschutz- Bescheide. Unklar ist, ob Apple von der Entscheidung des Patenamtes betroffen ist. Der iPhone-Hersteller hatte kürzlich einen Mobil- Chatdienst mit dem Namen "FaceTime" eingeführt.

Facebook war in der Vergangenheit auch immer wieder gegen Unternehmen vorgegangen, die das Wort "Book" (Buch) auf ihren Websites nutzen. So hatte Facebook im August das Lehrer-Netzwerk Teachbook.com verklagt. Mit dem Hinweis auf den Markenschutz unterband das Unternehmen von Mark Zuckerberg auch die Facebook-Parodie "Lamebook" (lame = lahm). Der Betreiber der Website lamebook.com wurde wegen der Verletzung des Markenrechts verklagt. Außerdem sperrte Facebook in seinem eigenen Netzwerk die Verwendung des Begriffs "Lamebook" durch die Anwender.

Facebook-Technikchef Bret Taylor entschuldigte sich für diesen Eingriff später auf der Fachsite "Techcrunch", die über die Zensur des Begriffes berichtet hatte: "Wir haben einen Fehler gemacht. Bei dem Vorgehen gegen eine normale Markenverletzung, bei der es um einige Links ging, die auf Facebook gepostet wurden, haben wir alle Erwähnungen des Begriffs 'Lamebook' gesperrt. Wir fördern die Meinungsfreiheit auf Facebook. Wir entschuldigen uns für den Fehler und arbeiten daran, dass das Verfahren, das zu dem Vorfall führte, optimiert wird." (dpa/tc)