AV-Schutz aus, Browser unter Kontrolle

Facebook im Visier der Würmer

Simon verantwortet als Program Manager Executive Education die Geschäftsentwicklung und die Inhalte des IDG-Weiterbildungsangebots an der Schnittstelle von Business und IT. Zuvor war er rund zehn Jahre lang als (leitender) Redakteur für die Computerwoche tätig und betreute alle Themen rund um IT-Sicherheit, Risiko-Management, Compliance und Datenschutz.
Trend Micro warnt vor einem neuen Facebook-Wurm, der sich über Nachrichten verbreitet. Der Schädling setzt Antivirensoftware außer Kraft und überwacht den Browser.

Wer heuer eine Nachricht über Facebook erhält, sollte zweimal hinschauen, bevor er den dort enthaltenen Kurzlink auf eine Archivdatei anklickt. Angeblich finden sich hinter dem Link verschiedene Fotos - tatsächlich führt er aber ins Nirvana und platziert einen Wurm auf dem Rechner. Dieser schaltet Dienste und Prozesse von Antiviren-Software aus und verbindet sich mit diversen Websites, um weitere Kommandos zu empfangen. Erster Schritt: der Download eines zweiten Schädlings, der die Browser-Aktivitäten überwacht. Dieser greift unter anderem Nachrichten ab, die auf Social Networks wie Facebook, Twitter, Wordpress oder Meebo veröffentlicht werden. Darüber hinaus publiziert er teils eigenmächtig Inhalte im Namen des Anwenders, um weitere Nutzer zu infizieren. Die Sicherheitsexperten von Trend Micro raten zu erhöhter Vorsicht.