Mit Netzwerk-Anschluss

Externe 3,5-Zoll-Festplatte IOCELL NetDisk 351UNE 1 TB im Test

Verena Ottmann ist seit 16 Jahren bei PC-WELT für Hardware-Themen zuständig. Mit Ratgebern, Tests und Tipps informiert sie im Heft und auf den Online-Plattformen über Wissenswertes rund um Digitalkameras und externe Festplatten. Außerdem kümmert sich Verena Ottmann als Heftkoordinatorin um die Planung und Realisierung der AndroidWelt. Privat interessiert sie sich für alles, was man auf dem Fernseher oder der Stereoanlage ausgeben kann.
Die IOCELL NetDisk gibt es mit verschiedenen Schnittstellen auch ohne eingebaute Festplatte. Wir hatten das NDAS-Modell 351UNE mit USB 2.0, eSATA und Gigabit-Ethernet im Test.
Lässt sich dank NDAS-Funktionalität über's Netz oder per USB 2.0 beziehungsweise eSATA verbinden.
Lässt sich dank NDAS-Funktionalität über's Netz oder per USB 2.0 beziehungsweise eSATA verbinden.
Foto: xyz xyz

Die NetDisk 351UNE 1 TB von IOCELL ist eine NDAS-Festplatte (Network Direct Attached Storage). Wenn sie in ein Netzwerk eingebunden ist, kann jeder Rechner auf sie wie auf eine lokale Festplatte zugreifen. Das hat den Vorteil, dass Sie die NetDisk 351UNE mit einem beliebigen Dateisystem formatieren können. Außerdem sind höhere Datenraten möglich, da die NDAS-Festplatte kein Netzwerkprotokoll wie TCP/IP oder FTP einsetzt. Der Nachteil von NDAS: Auf jedem Rechner, der auf die Festplatte zugreifen will, muss ein passender Treiber installiert sein. Ist das Netzwerk nicht zugänglich, lässt sich die IOCELL NetDisk 351UNE per USB 2.0 oder eSATA am PC oder Notebook anschließen.

Tempo:
Beim sequenziellen Schreiben über den eSATA-Port erzielte die IOCELL NetDisk 351UNE mit 86,52 MB/s einen neuen Bestwert. Außerdem schaffte die externe NDAS-Festplatte den dritthöchsten Wert beim sequenziellen Lesen. Auch die Messwerte über den USB-2.0-Port konnten sich sehen lassen. Nicht ganz so gut fiel dagegen die mittlere Zugriffszeit der Festplatte aus: 12,4 Millisekunden sind etwas zu lang.

Ausstattung:
Für das Einbinden ins Netzwerk legt IOCELL der NetDisk 351UNE ein Tool bei, das Sie auf allen Rechnern installieren müssen, die Zugriff auf die NDAS-Festplatte erhalten sollen. Für die Sicherheit sorgt die eindeutige Hardware-ID der NetDisk 351UNE in Verbindung mit einem Zahlenschlüssel, der die Zugriffsrechte - also Lese- beziehungsweise Schreib-/Leserechte - jedes PCs festlegt.

Handhabung:
In der IOCELL NetDisk 351UNE arbeitet die SATA/300-Festplatte Samsung HD103SI, die mit 5400 Umdrehungen pro Minute arbeitet. Die externe NDAS-Festplatte ist für den vertikalen Betrieb ausgelegt, was sich sehr positiv auf ihre Betriebstemperatur auswirkte: Maximal maßen wir 22,7 Grad, und dazu mussten wir das Laufwerk hinlegen.

Die IOCELL NetDisk 351UNE ist mit 1129 Gramm ohne Netzteil ein ziemlicher Brocken. Und auch das Betriebsgeräusch war mit 31,5 dB(A) recht hoch. Dafür ist die NDAS-Festplatte ein ausgesprochener Stromsparfuchs - 12,5 Watt unter Volllast ist ein sehr guter Wert für eine 3,5-Zoll-Festplatte.

Fazit:
Die IOCELL NetDisk 351UNE 1 TB überzeugte im Test. Zwar war sie nicht die leisesten externe Festplatte unseres Testfelds. Die hohen Datenraten und der niedrige Stromverbrauch machen das Laufwerk jedoch attraktiv. Dazu kommt, dass die IOCELL NetDisk 351UNE in der 1-TB-Ausführung noch recht günstig ist.

Alternativen:
Die Seagate Free Agent Xtreme hat der IOCELL NetDisk 351UNE eine Firewire-Schnittstelle voraus, verzichtet dafür aber auf den Netzanschluss und damit die NDAS-Funktionalität. Dafür kostet die externe Seagate-Festplatte bei gleicher Kapazität etwa 80 Euro weniger. Hinsichtlich Tempo nehmen sich beide Modelle nicht viel.

Varianten:
NetDisk 351UNE mit USB 2.0, eSATA und Gigabit-Ethernet (nur Gehäuse)
NetDisk 351U mit USB 2.0 (nur Gehäuse)
NetDisk 352ND mit Gigabit-Ethernet (nur Gehäuse)

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag unserer Schwesterpublikation PC-Welt. (pah)