Entwicklung

Expeso veröffentlicht drittes Java Trendbarometer

In ihrem diesjährigen Java Trendbarometer stellt Expeso ein verstärktes Java-Deployment auf Application Servern fest.

"Java-Technologien haben eine große Bedeutung für Unternehmensanwendungen", so Markus Roth, Geschäftsführer der Expeso GmbH, Mannheimer Dienstleister für Softwareentwicklung und Java-Spezialist. "Mit dem Java Trendbarometer zeigen wir Verantwortlichen in der Java-Entwicklung, welche Technologien sich in den Projekten tatsächlich bewährt haben. Mit den Vergleichsdaten aus den bisherigen Studien ist sehr gut zu erkennen, welche Trends sich bestätigen und wo ein Wechsel stattfindet."

Die Befragung der Java-Experten wurde für die diesjährige, dritte Auflage im März 2010 abgehalten. Zentrale Ergebnisse sind:

Einen deutlichen Wechsel weist die Studie im Bereich Deployment für Java-EE-Anwendungen auf. Wurden dafür in der Vergangenheit noch überwiegend Servlet-Container mit großem Abstand vor Application Servern verwendet, hat sich die Situation inzwischen geändert. Zwar haben Servlet-Container immer noch die Nase vorn, der Anteil der Application Server ist mit einem Sprung von 35 auf 49 Prozent aber deutlich gestiegen. "Application Server sind mit Java EE 5 und 6 leichtgewichtiger geworden", erklärt dies Roth. "Damit bieten sie sich in neuen Projekten immer öfter als Alternative zu Servlet-Containern an."

Ein anderes Ergebnis bestätigt Groovy weiterhin die Führung unter den JVM-basierenden Skriptsprachen. Aber auch andere Sprachen vie Jython, Java FX, JRuby und Scala sind laut Studie gut vertreten. Insgesamt spielen die Skriptsprachen bisher aber noch eine untergeordnete Rolle in Java-Entwicklungsprojekten. Lediglich vier Prozent der befragten Experten messen ihnen eine hohe Bedeutung zu, weitere acht Prozent eine mittlere.

Weitere, für Java-Entwickler wahrscheinlich kaum überraschende Studienergebnisse dürften sein, dass:

  • die Java Micro Edition (Java ME) für den Einsatz von Unternehmensanwendungen auf mobilen Endgeräten kaum eine Rolle spielt,

  • Eclipse nach wie vor die am häufigsten eingesetzte Entwicklungsumgebung stellt, obwohl NetBeans deutlich zugelegt hat,

  • ANT unter den Build Tools immer noch vor dem neueren Maven liegt,

  • während das Feld der Werkzeuge zur Versionskontrolle klar vom neueren Subversion angeführt wird, vor dem älteren CVS.

Unter den im Java-Projektalltag kaum noch wegzudenkenden Frameworks und Bibliotheken führt bei der Entwicklung von Desktop-Anwendungen Swing vor Eclipse RCP/SWT. Geht es um Web-basierende Anwendungen und deren Oberflächen kommen meist Ajax, Spring und JavaServer Faces (JSF) zum Einsatz. Erstmal wurde in der Studie auch die Verbreitung von JSF-Frameworks abgefragt - hier führt Apache MyFaces.

Interessierte können hier ein kostenloses Exemplar der Studie anfordern.