Mitarbeiter verzweifelt gesucht

Expertenmangel trifft Mittelstand

01.04.2013
Mittelgroßen Betrieben fehlen besonders viele Fachkräfte. Vier von fünf unbesetzte Stellen in der ITK-Branche entfallen auf diese Firmen.
Mittelständler fragen sich, mit wem sie ihre offenen Stellen besetzen können.
Mittelständler fragen sich, mit wem sie ihre offenen Stellen besetzen können.
Foto: Gordon Saunders-Shutterstock.com

Mehr als jedes vierte mittelständische Unternehmen der ITK-Branche mit 50 bis 249 Beschäftigten (27,8 Prozent) hat derzeit sechs oder mehr IT-Stellen nicht besetzt, lautet das Ergebnis einer Bitkom-Studie zum IT-Arbeitsmarkt. Insgesamt spricht der in Berlin ansässige IT-Branchenverband von rund 14.500 offenen Stellen, die kleine und mittelständische Firmen zu besetzen hätten. 94 Prozent der Mittelständler, die auf der Suche nach IT-Experten sind, suchen in erster Linie Softwareentwickler. Die IT-Arbeitgeber erwarten von den Kandidaten vor allem Qualifikationen in den Bereichen Cloud Computing, Social Media und mobile Applikationen.

Gefragte Cloud-Spezialisten

Fast jedes dritte Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten (31,8 Prozent), das Stellen frei hat, sucht Cloud-Spezialisten. Bei kleineren Unternehmen mit zehn bis 49 Beschäftigten sind es sogar fast zwei Drittel (62,4 Prozent).

In diesen Zahlen spiegelt sich die zunehmende Verbreitung von IT-Dienstleistungen aus der Wolke wider. Große Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten, die bereits vor einigen Jahren in das Thema eingestiegen sind, haben mit rund 14,7 Prozent deutlich weniger entsprechenden Bedarf.

Laut Bitkom-Vizepräsident Heinz-Paul Bonn suchen Mittelständler häufig Cloud-Spezialisten oder Social-Media-Experten.
Laut Bitkom-Vizepräsident Heinz-Paul Bonn suchen Mittelständler häufig Cloud-Spezialisten oder Social-Media-Experten.
Foto: GUS Group

Überdurchschnittlich oft suchen Mittelständler auch Experten für Social Media. Fast jedes dritte Unternehmen (29,3 Prozent) mit freien IT-Stellen wünscht sich entsprechende Qualifikationen. "Die Analyse der gesuchten Profile zeigt, welche Effekte Innovationen in der IT-Branche auslösen. Sind sie einmal im Mittelstand angelangt, erzeugen sie einen massiven Bedarf am Arbeitsmarkt", so das Resümee von Bitkom-Vizepräsident Heinz-Paul Bonn.

Im nächsten Jahr, teilt der Verband mit, wollen insgesamt 57 Prozent aller ITK-Unternehmen Personal einstellen. Nur zwölf Prozent gehen von einem Stellenabbau aus.

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disqus_m94vsz6mrj
Ei dann sollen sich eben auch mal die Mittelständler in die einschlägigen Foren für Freiberufler auf Xing, Linkln etc trauen, eine Anfrage einstellen und vermutlich einiges an Reaktionen erhalten. Ohne Zwischenhändler und zu angemessenen Konditionen! Einfach mal machen!

barheine
Google, BMW, IBM, Apple, SAP, Audi, Siemens, Microsoft, Porsche,... Ihre Bildergalerie listet es ja auf, wo junge Informatiker lieber arbeiten möchten. Da haben es kleine und mittelständische Unternehmen natürlich schwer. Allerdings scheint die Ernüchterung oft groß zu sein, wenn ich mir die Bewertungen in den einschlägigen Portalen über die Arbeitgeber so anschaue. Also vielleicht doch mal ein mittelständisches Unternehmen ins Auge fassen?

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