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Experten geben Spim-Entwarnung

02.04.2004

Marktbeobachter gehen nicht davon aus, dass sich via Instant Messaging (IM) verbreitete Spam-Nachrichten, sogenanntes Spim, zu einem größeren Problem entwickeln wird. Vor wenigen Tagen hatte das Marktforschungsinstitut Radicati berichtet, im laufenden Jahr würden weltweit etwa 1,2 Milliarden Spim-Messages verbreitet. Dies bedeute eine Verdreifachung gegenüber dem vergangenen Jahr. Experten halten diese Zahlen für überzogen. "Ich würde Spim nicht als besonderes Problem bezeichnen", meint beispielsweise Paul Ritter von der Yankee Group. Zwar sollten die IT-Manager das Spim-Aufkommen im Auge behalten. Es bestehe jedoch kein Grund zur Panik. Ritter geht davon aus, dass derzeit zwischen fünf und acht Prozent der IM-Messages aus Spim bestehen. Dieser Anteil werde sich in den nächsten Jahren jedoch kaum erhöhen. Außerdem arbeiten IM-Anbieter wie AOL, Yahoo und MSN bereits daran, die Client-Anwendungen sicherer zu machen. Damit sollen es die Spim-Versender schwerer haben, an die Adressen der Nutzer zu kommen. (ba)