Dell, Fujitsu, HP und IBM

Expansion in die Private Cloud

Tobias Wendehost beschäftigt sich als Volontär aktuell mit verschiedenen Hardwarethemen und stellt täglich ein Gadget des Tages vor. Ansonsten arbeitet er sich thematisch durch die Ressorts Job und Karriere, Software, Netzwerke und Mobile sowie IT-Strategie. Wer möchte, kann Tobias bei Twitter (@tubezweinull) folgen oder bei Xing eine Nachricht schreiben.
Die großen IT-Hersteller bemühen sich um den Aufbau des Private-Cloud-Geschäfts. Neue Services sollen die Skepsis der Kunden abbauen.

Zurückhaltend interessiert - so lässt sich das Bedürfnis der Unternehmen am Cloud-Computing beschreiben. Vor allem Private-Cloud-Installationen sind für sie attraktiv, da Management und Betrieb im eigenen Haus bleiben. Die großen IT-Anbieter haben sich darauf eingestellt und bieten schlüsselfertige Lösungen an. Hier ein Überblick.

Dell rückt in die Wolke vor

Dell wirbt derzeit für seine vStart-Pakete. Dabei greift der Anbieter auf bestehende Produkte zurück, konfiguriert diese und bedient sich der markführenden Virtualisierungssoftware.
Dell wirbt derzeit für seine vStart-Pakete. Dabei greift der Anbieter auf bestehende Produkte zurück, konfiguriert diese und bedient sich der markführenden Virtualisierungssoftware.
Foto: Dell

Dell wirbt seit der CeBIT für vStart. Nach Angaben von Enterprise Solution Manager Peter Dümig, handelt es sich um "vorkonfigurierte Pakete, die von der Palette gerollt sofort nutzbar sind." Man wolle sich damit als Komplettanbieter etablieren.

Zum Paket gehören Server der 12. Generation von Dell, Speicher, Netzwerk-Komponenten, Racks, Kabel und eine frei wählbare Verwaltungssoftware (zum Beispiel von VMware oder Microsoft). Dell hat drei Komplettangebote auf dem Markt: vStart 50, 100 oder 200. Die Zahl bestimmt die Menge der unterstützten virtuellen Maschinen. Auf Hardwareebene bieten die Texaner beispielsweise einen PowerEdge-Server R710 mit dem Virtualisierungstool ESXi 4 von VMware oder Hyper-V von Microsoft an. Als Massenspeicher kann der Kunde etwa EqualLogic PS6000XV nutzen. Hinzu kommen PowerConnect-Switches (PowerConnect 6248) sowie Netzwerkkomponenten einschließlich 10 Gigabit Ethernet und der auf Force10 basierenden Virtual Network Architecture. Bei Bedarf stellt Dell die Verwaltung über vCenter oder System Center sicher. Einrichtung und Anschluss vor Ort ist über den Service gewährleistet.

Wie man an den Komponenten sieht, greift Dell auf bestehende Produkte zurück, konfiguriert diese vor und bedient sich dabei der marktführenden Virtualisierungssoftware. "Wir versuchen offen zu sein und möchten dem Kunden nichts aufzwingen", erklärt Dümig die Idee dahinter. Strategische Partnerschaften mit VMware, Microsoft und dem Sicherheitsanbieter Trend Micro sowie der Kauf von SecureWorks verhelfen Dell zu einem vollständigen Angebotsportfolio für die Private Cloud. Aktuell beschränkt sich das Geschäft auf vor Ort im Kunden-RZ installierte Angebote mit Hardware, Einrichtung und Beratung. Der Bau eines eigenen Rechenzentrums in Halle (Saale) soll ab Herbst helfen, auch im Segment der Managed Private Cloud Fuß zu fassen. Für Dell spricht, dass das Unternehmen auf erprobte Hardware zurückgreift und mit seinem Baukasten-Prinzip modulare Lösungen anbieten kann. Allerdings kommt der Eintritt in das Geschäft mit der Private Cloud spät. Einige Mitbewerber waren hier schneller.