Exchange-Tools greifen zu kurz

Sascha Alexander ist Manager Marketing & Kommunikation bei der QUNIS GmbH, Neubeuern, die auf Beratung und Projekte in der Business Intelligence, Big Data und Advanced Analytics spezialisiert ist. Zuvor war der Autor als Director Communications bei den Marktforschungs- und Beratungsunternehmen BARC und PAC tätig. Als ehemaliger Redakteur der COMPUTERWOCHE sowie Gründer und Chefredakteur des Portals und Magazins für Finanzvorstände CFOWORLD verbindet ihn zudem eine lange gemeinsame Zeit mit IDG.
Seine Themenschwerpunkte sind: Business Intelligence, Data Warehousing, Datenmanagement, Big Data, Advanced Analytics und BI Organisation.
Zusatzwerkzeuge für den Groupware-Server geben einen detaillierten Einblick in die Leistung, drohende Gefahren und Systemprobleme. Vier von ihnen kamen jetzt auf den Prüfstand.

Exchange bietet von Haus aus die "Microsoft Management Console" (MMC) und den "Exchange Manager". Diese Komponenten helfen zwar bei der Konfiguration des Servers, geben aber keine nennenswerte Unterstützung für Berichte, Alarme, Systemdiagnosen oder Troubleshooting.

Hier lesen Sie …

  • welche Aufgaben vier Management-Tools für Microsoft Exchange abdecken;

  • was bei ihrer Installation zu beachten ist;

  • wo ihre Stärken und Schwächen liegen;

  • was sie kosten.

Zu sehen ist die Oberfläche von Email Control des Anbieters DYS Analytics. Über sie kann der Administrator sich beispielsweise ein Bild über den Netzverkehr von und zum Server verschaffen.
Zu sehen ist die Oberfläche von Email Control des Anbieters DYS Analytics. Über sie kann der Administrator sich beispielsweise ein Bild über den Netzverkehr von und zum Server verschaffen.

Diese Lücke sollen spezielle Management-Tools für Exchange schließen, von denen die CW-Schwesterpublikation "Infoworld" jetzt vier getestet hat. Es sind die Produkte "Email Control 5.0.2 for Exchange" vom Anbieter DYS Analytics sowie "Spotlight on Exchange 5.2.0" und die dazugehörige "Management Console for Exchange 1.0.2" der Firma Quest. Dazu kommen das "Microsoft Exchange 2003 Management Pack for MOM 2005" (MOM = Micorsoft Operations Manager) sowie das Tool "Zenprise 1.0.3" von Zenprise.

Die Testumgebung bestand aus zwei Active-Directory-Controllern, zwei Exchange-Servern sowie der Antispam-Appliance "Razorgate 100" des Anbieters Mirapoint. Überprüft wurden diverse Fehlerszenarien wie beispielsweise eine fehlende Verbindung zwischen zwei Exchange-Servern oder nicht verfügbare Exchange-Dienste.

Alle Tools verfolgen einen vergleichbaren Ansatz: Sie helfen Exchange-Anwender mit Administratorenrechten, Serverinformationen auf der Vollversion der Datenbank "SQL Server" oder der Laufzeitversion der "Microsoft SQL Server Database Engine" (MSDE) abzuspeichern. Im Einzelnen verfügen sie indes über unterschiedliche Funktionsschwerpunkte. So helfen die Produkte von DYS und Quest vor allem den Betrieb des Exchange Servers zu überwachen und zu verwalten. Das Management-Pack von Microsoft zeichnet sich beispielsweise durch eine Wissensdatenbank aus, in der der Hersteller Lösungswege für Systemprobleme und für Fehlersuche zusammengetragen hat. Zenprise hingegen konzentriert sich auf die Fehlerdiagnose und ist deshalb funktional nur bedingt mit den anderen Tools vergleichbar.