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Exabyte sieht sich vor dem Turnaround

18.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach einigem Rummel aufgrund seiner jüngsten 10-Q-Pflichtveröffentlichung bei der US-Börsenaufsicht (Computerwoche online berichtete) bemüht sich der Tape-Storage-Spezialist Exabyte um Schadensbegrenzung. "Diese Reports sind immer sehr rigide abgefasst. Die Aussagen sollen Anleger warnen, sich bestimmte Dinge selbst anzusehen. Was wir dargestellt haben, ist nur ein Worst-Case-Szenario", erklärte der für das Marketing zuständige Vice-President Kelly Beavers.

Der Manager ist guter Hoffnung, das der finanziell angeschlagene Hersteller den Turnaround schafft - insbesondere aufgrund der Tatsache, dass IBM Exabytes Bandlaufwerke in seine pServer einbaut. "Wir haben eine Menge getan - das Management und viele andere Dinge verändert", so Beavers weiter. "Der Ecrix-Deal und IBM werden helfen, das wir überleben." Die Einnahmen habe Exabyte vom zweiten auf das dritte Quartal um 1,3 Millionen Dollar und die Bruttomarge im gleichen Zeitraum von 23,7 auf 28,7 Prozent gesteigert. Außerdem sei es gelungen, die operativen Kosten von 13,3 auf 11,7 Millionen Dollar zu senken.

"Wir haben im dritten Quartal einen viel kleineren Verlust ausgewiesen als im zweiten", erklärte Beavers. "Genauer gesagt haben wir unser Ergebnis um fast fünf Millionen Dollar verbessert." Neben 83,8 Millionen Dollar Schulden hat das Unternehmen laut 10-Q auch seine Kreditlinie bei der Silicon Valley Bank mit 17,9 Millionen Dollar voll ausgeschöpft. Beavers äußerte sich hier zuversichtlich, dass sich der Kreditrahmen erweitern lässt. (tc)