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Ex-MIS-Finanzchef tritt wegen schlechter Zahlen zurück

05.03.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Darmstädter Business-Intelligence-Spezialist MIS AG hat seine Bilanz für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2000 vorgelegt. Darin musste das am Neuen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse notierte Unternehmen einen Konzernfehlbetrag von 12,92Millionen Mark oder 4,05 Mark pro Aktie ausweisen (Vorjahr: minus 538.000 Millionen Mark oder 31 Pfennig pro Aktie). Das Defizit sei unter anderem durch Abschreibungen für die im Berichtszeitraum übernommenen Firmen zustande gekommen, heißt es in einer Adhoc-Meldung. Das kann aber kaum alles gewesen sein, denn der bis Ende 2000 für die Finanzen zuständige Vorstand Franklin Syrowatka hat sein Amt zum 5. März niedergelegt. Sein Ressortnachfolger ist schon seit dem 15. Januar Christoph Heymann.

Den Umsatz steigerte MIS von 61,51 Millionen Mark im Jahr 1999 um 57 Prozent auf 95,93 Millionen Mark. Für das erste Quartal 2001 rechnet MIS noch mit einem "substanziellen Fehlbetrag". Optimistischer ist man für das Gesamtjahr; hier soll unterm Strich eine positives EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) von zirka drei Millionen Mark herauskommen.