Ex-Mainframer satteln auf IT-Services um

Kriemhilde Klippstätter ist freie Autorin und Coach (SE) in München.
MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Amdahl , Comparex und Unisys , die ehemaligen Anbieter von Großrechnern und Highend-Servern, haben ihr Geschäftsmodell völlig geändert und tummeln sich nun im Markt für IT-Services.

Mit der zunehmenden Dezentralisierungsbewegung in den 90er Jahren und der damit verbundenen Abkehr vom Mainframe gerieten die <a target="_blank" href="http://www.ibm.com/">IBM</a>-Kontrahenten im Großrechnergeschäft in Schwierigkeiten. Unisys, 1986 aus der Fusion von Sperry und Burroughs entstanden, hat sich Ende der 90er Jahre auf das Geschäft mit Intel-Rechnern festgelegt und dafür eine Reihe von technischen Feinheiten entwickelt, die die PC-Prozessoren zu Multiprozessormaschinen skalieren ließen. Heute holt Unisys weltweit allerdings nur mehr 25 Prozent seines Umsatzes aus dem Geschäft mit Rechnern und Zubehör. Drei Viertel der Einnahmen stammen aus dem Verkauf von Dienstleistungen, Tendenz steigend.

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Foto: Amdahl

Client-Server statt Mainframes

Der einst renommierte Hersteller Amdahl, bereits 1970 vom legendären Ex-IBMer Gene Amdahl aus der Taufe gehoben, stieg hauptsächlich wegen des Preisverfalls aus dem Mainframe-Business aus. Hans-Ulrich Spiecker, Berater für Migrationsservices bei Amdahl, nennt Zahlen: „Im Jahr 1985 zahlten Anwender noch 800.000 bis 900.000 Mark pro MIPS, im Jahr 2000 waren es nur noch 2000 Mark.“

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