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Ex-AOL-Mitarbeiter muss wegen Spamming ins Gefängnis

18.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ein ehemaliger Angestellter von AOL wurde von einem Gericht in Manhattan zu 15 Monaten Haft verurteilt. Er hatte 93 Millionen E-Mail-Adressen von AOL-Kunden gestohlen und für rund 28 000 Dollar an einen Spammer veräußert, der auf diese Weise für Internet-Glückspiele warb. Zudem schlägt das Gericht eine Schadensersatzzahlung an AOL in Höhe von 84 000 Dollar vor. Die Online-Tochter des Medienkonzerns Time-Warner hat zehn Tage Zeit, diese Entscheidung anzufechten. Die Anklage hatte ursprünglich 300 000 Dollar gefordert.

Dem Urteil war ein Schuldbekenntnis des Angeklagten im Februar dieses Jahres vorausgegangen (siehe Früherer AOL-Mitarbeiter bekennt sich schuldig).

Klagen gegen Spam-Versender gibt es auch hierzulande. Im Juni hatte Microsoft eine Unterlassungs- und Schadenersatzklage wegen Spamming und Markenverletzung gegen ein in Nordrhein-Westfalen niedergelassenes Unternehmen und dessen Geschäftsführer eingereicht (siehe Microsoft verklagt Spam-Versender aus NRW). (fn)