Big Data 2012 - die besten Projekte

European Southern Observatory (ESO)erforscht den Weltraum schneller

03.09.2012
Uwe Küll ist freier Journalist in München.
Mit Datenbank-Technologie von Sybase aus dem Hause SAP sind Wissenschaftler heute in der Lage, bodengebundene astronomische Forschungsprojekte bis zu zehnmal schneller abzuschließen.

Der Weltraum - unendliche Weiten. Das sind die Forschungsfelder der Wissenschaftler der Europäischen Südsternwarte (European Southern Observatory, kurz: EOS). Die astronomische Forschungseinrichtung baut und betreibt mehrere der weltweit fortschrittlichsten bodengebundenen astronomischen Teleskope. Das Ziel des Projektes, mit dem sich nun SAP als Pertner der ESO um den Big Data Award bewirbt, bestand darin, negative Wettereinflüsse zu vermeiden und so die Erforschung des Weltraumes zu beschleunigen und voranzutreiben. Dabei wurden die boden-gebundenen astronomischen Untersuchungen revolutioniert: Wissenschaftler sind heute in der Lage, Forschungsprojekte bis zu zehnmal schneller als zuvor abzuschließen.

Flüge eingespart

Wissenschaftler aus aller Welt können Beobachtungswünsche über ein zentrales datenbankgestütztes System in Garching bei München eintragen. Die Anfragen werden dort geprüft und nach ihrer Freigabe über einen Replikationsmechanismus (SAP Sybase Replication Server) an die optischen Teleskope in Chile als Beobachtungsauftrag übertragen. Nach der Himmelsbeobachtung werden alle angefallenen Bild- und Metadaten über den beschriebenen Replikationsmechanismus zurück an die Zentrale in Garching übermittelt. Auf diese Weise werden die früher üblichen Reisen der Astronomen zu den Standorten der Teleskope eingespart und gleichzeitig die Wettereinflüsse auf die Forschungen minimiert.

Die Daten werden nach der Übertragung geprüft und die Metadaten der Bildinformation validiert, bevor die Informationen gespeichert werden. Die Speicherung erfolgt in verschiedenen Bereichen, sodass höchste Datenverfügbarkeit sichergestellt ist. Sowohl Meta- als auch Beobachtungsdaten werden in der analytischen Datenbank SAP Sybase IQ gespeichert, die eine hohe Abfrage- und Suchgeschwindigkeit gewährleistet. Die Bildinformationen selbst werden in einem eigens entwickelten Datei-basierten Archivsystem gespeichert und datenbankgestützt verwaltet. Die Spalten-orientierte analytische Datenbank SAP Sybase IQ, inklusive der beschreibenden Bildinformationen der Himmelsbeobachtungen, ist zum zentralen System für alle wissenschaftlichen Arbeiten geworden.

Verfügbarkeit erhöht

Die ESO nutzt das System auch dazu, die Sensordaten der verschiedenen Teleskope effektiv zu speichern. Diese Daten bilden die Basis für die präventive Wartung (Preventative Maintenance) der Geräte vor einem möglichen Ausfall.

Am 26. September präsentieren Matthias Stemmler, PreSales Manager, Sybase an SAP Company, und John Lockhart, Leiter Critical Application Support Group, European Organisation for Astronomical Research in the Southern Hemisphere das erfolgreiche Projekt auf dem Big Data Kongress der COMPUTERWOCHE in Offenbach. (ph)

Die besten Big Data Projekte

"Creating Value from Big Data" - so lautet das Motto des COMPUTERWOCHE-Wettbewerbs Big Data 2012. Wie das in der Praxis aussieht, zeigen die Projekte der 12 Finalisten im Kampf um den begehrten Award. An dieser Stelle präsentieren wir täglich ein nominiertes Projekt. Alle Projekte live auf der Kongressbühne und die Möglichkeit zum Networking mit den Verantwortlichen gibt es am 26. und 27. September in Offenbach. Programminformation und Anmeldung unter www.bigdata12.de