Gartner-Forecast

Europas Unternehmen investieren nur vorsichtig in IT

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Die IT-Ausgaben wachsen in diesem Jahr währungsbereinigt um etwa 1,6 Prozent. Die europäischen Unternehmen hängen dem Aufschwung allerdings noch hinterher.
Die "reifen" Märkte brauchen länger für den Aufschwung.
Die "reifen" Märkte brauchen länger für den Aufschwung.
Foto: Gartner Inc.

Es geht bergauf mit der IT-Industrie. Diese Einschätzung legt jedenfalls der aktuelle "Spending Forecast" des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Gartner Inc. nahe. Demzufolge erreichen die weltweiten IT-Ausgaben im laufenden Jahr einen Gesamtwert von 3,4 Billionen Dollar und damit eine Steigerung um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Allerdings dürften sich etwa vier Prozentpunkte auf den erwartet schwächeren Dollar zurückführen lassen. Folglich schätzt Gartner das Wachstum in den jeweiligen Landeswährungen auf etwa 1,6 Prozent. Aber auch das wäre ein Fortschritt gegenüber der Negativentwicklung der vergangenen Jahre, die sich beispielsweise 2009 in einem Minus von 1,4 Prozent im Vergleich zu 2008 äußerte.

Ein großer Teil des Wachstum geht auf die wiedererweckte Kauflust der Endanwender zurück. Die IT-Investitionen der Unternehmen hingegen werden in diesem Jahr auf dem Stand des vergangenen verharren, so Richard Gordon, Research Director bei Gartner und Mitautor der Marktstudie. Vor allem in den "reifen" Märkten, sprich: Westeuropa und Nordamerika, hielten die Finanzchefs noch den Daumen auf dem Geldbörsen. Bedarf für neue IT und entsprechende Nachfrage lasse sich derzeit vor allem in den Zukunftsmärkten wie dem Mittleren Osten und Afrika, Asia/Pacific und Lateinamerika beobachten. Osteuropa hingegen hinke derzeit sogar hinter Europa und Nordamerika her, weil die Wirtschaft dort besonders hart von der Krise der Finanzmärkte heimgesucht worden sei.
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