Brocade-Studie

Europäische Rechenzentren schlampen bei der Datensicherheit

02.02.2009
Uli Ries ist freier Journalist in München.
Anzeige  Brocade befragte 4.500 europäische IT-Entscheidungsträger in England, Deutschland und Frankreich - mit ernüchternden Ergebnissen: Bei der Hälfte der Befragten werden Sicherheitsmaßnahmen nicht implementiert oder eingehalten und satte 80 Prozent verschlüsseln ihre Daten nicht.
Der Brocade Encryption SAN Switch soll ein unterbrechungsfrei skalierendes und hoch leistungsfähiges Standalone-Gerät zur Absicherung des Rechenzentrums sein.
Der Brocade Encryption SAN Switch soll ein unterbrechungsfrei skalierendes und hoch leistungsfähiges Standalone-Gerät zur Absicherung des Rechenzentrums sein.
Foto: Brocade

Obwohl die Hälfte der von Brocade befragten Unternehmen in den letzten zwölf Monaten Datenverletzungen oder -missbrauch zu verzeichnen hatten, hat die Datensicherheit ihrer Rechenzentren immer noch nicht höchste Priorität. In 70 Prozent der Fälle waren verlorene Daten nicht verschlüsselt, obwohl 82 Prozent meinen, dass das Risiko eine Missbrauchs dieser verlorenen durch geeignete Verschlüsselungstechnologien hätte entschärft werden können.

Noch erschreckender ist ein anderes Ergebnis der Studie: Die Sicherheit ihres Rechenzentrums – in vielen Fällen immerhin die wichtigste Abteilung im ganzen Unternehmen – wird von einem runden Drittel der befragten Unternehmen komplett ignoriert. Selbst festgelegte Sicherheitsvorschriften für das Rechenzentrum werden oft nur ungenügend befolgt. Die Ausnahme sind laut Brocade zumeist Unternehmen, in denen die Einhaltung der Vorschriften durch das Top-Management oder aufgrund verbindlicher Compliance-Vorschriften gefordert werden.

Angesichts der schnell und ständig wachsenden Menge sensibler Informationen benötigen Unternehmen durchgängige Verschlüsselungstechniken im Rechenzentrum, um Daten und Inhalt ausreichend schützen zu können. "Ansprüche an Sicherheit und Vertraulichkeit müssen insbesondere bei der Architektur von Speicherumgebungen berücksichtigt werden, um eine unternehmensweite Datenverschlüsselung der Data-at-Rest und gleichzeitig ein durchgängiges End-to-End-Management für den sicheren Datenaustausch über mehrere Fabrics hinweg zu ermöglichen", meint Jon Oltsik, Senior Analyst bei der Enterprise Strategy Group.

Die von Brocade Ende 2008 vorgestellten neuen Datenverschlüsselungs- und Management-Lösungen sollen die Verschlüsselung sämtlicher oder spezifischer Daten erlauben und sich unterbrechungsfrei in heterogene Fabrics integrieren lassen. Diese Sicherheitslösungen sollen sich auch für den Einsatz mit virtuellen Tape-Libraries und Tape-Laufwerken eignen.