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Europäische IT/TK-Manager erwarten fette Jahre

13.12.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ungeachtet der anhaltenden Konjunkturflaute blicken viele Top-Manager der Europäischen Informations- und Kommunikationsbranche optimistisch in die Zukunft: Sie rechnen bis zum Jahr 2004 mit einem Umsatzwachstum von jährlich bis zu 20 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die Branchenstudie "Information, Kommunikation, Medien 2001-2004", die die GfK, Nürnberg, im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG durchgeführt hat. Allerdings wurden die Daten bereits im Zeitraum von Juli bis August dieses Jahres erhoben. Insgesamt befragte die GfK 1.200 Führungskräfte aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden zu ihrer Einschätzung über die Zukunftsaussichten der Branche.

Demnach erwartet die Telekommunikationsbranche für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum von 18 Prozent für Europa und 21 Prozent weltweit. Bei der Einschätzung der nationalen Wachstumsprognosen bis 2004 zeigten sich die Top-Manager deutscher und niederländischer Unternehmen mit jeweils 13 Prozent jedoch weniger zuversichtlich als ihre Kollegen aus Frankreich und Großbritannien, die von einer jährlichen Umsatzsteigerung von 18 Prozent ausgehen.

Für die europäische IT-Industrie rechnen die befragten Führungskräfte im Schnitt mit einem Umsatzwachstum von 15 Prozent im Jahr. Auch hier äußerten sich die deutschen Unternehmen zurückhaltender als ihre europäischen Konkurrenten: Sie rechnen für die kommenden drei Jahre mit jährlichen Steigerungsraten von nur elf Prozent im eigenen Land. Deutlich optimistischer fallen dagegen die Prognosen in Frankreich (15 Prozent), Großbritannien (21 Prozent) und in den Niederlanden (26 Prozent) aus.

Als Hauptvoraussetzung für die eigene Unternehmensentwicklung nannten drei von vier Befragten die Rekrutierung qualifizierter Arbeitskräfte. In Deutschland waren es sogar fast 90 Prozent. Jeweils 63 Prozent der Top-Manager bezeichneten außerdem B2B-Anwendungen im Internet zur Optimierung eigener Geschäftsprozesse und das Eingehen strategischer Allianzen als wichtige Wirtschaftsthemen für ihr Unternehmen. Alle drei Aspekte wurden von den deutschen Führungskräften stärker betont als von ihren europäischen Kollegen. Die zunehmende Globalisierung spielt für die Unternehmen nach eigenen Angaben nur eine untergeordnete Rolle. (jw)