Europa: Wer bekommt das iPhone?

06.07.2007
In den USA verkauft sich das iPhone vom Start weg hervorragend, trotz der Einschränkungen. In Europa dagegen stecken Apple und die Netzbetreiber erst mitten in den Verhandlungen über die Exklusivpartnerschaften. In Großbritannien soll jetzt einem Bericht der Tageszeitung "The Guardian" zufolge Vodafone aus dem Bieterrennen ausgestiegen sein.

Resümee nach einer Woche iPhone: das Smartphone verkauft sich trotz Anbindung an einen einzigen Netzbetreiber und teurer Zusatzverträge in den USA glänzend. Obwohl weder Apple noch AT&T konkrete Zahlen nennen, gingen Schätzungen zufolge in der vergangenen Woche etwa 1 Million Geräte über den Ladentisch. Zeitweilig war das Hypehandy bis auf wenige Stückzahlen an einzelnen Orten ausverkauft.

Hier in Europa sind die Verhandlungen zwischen Apple und den Netzbetreibern in vollem Gange. Die vom iPhone-Hersteller bei der Produktpräsentation verkündete 1-Carrier-Strategie kann in Europas hetereogenem Mobilfunkmarkt nur mit Abstrichen bei der Angebotsbreite durchgehalten werden: es gibt einfach keinen Netzbetreiber, der in allen europäischen Ländern präsent ist.

Momentan gehen Branchenkenner davon aus, dass T-Mobile in Deutschland als Exklusivpartner zum Zuge kommt, o2 in Großbritannien der Favorit ist und Orange in Frankreich den Zuschlag erhält. Ob die Verhandlungen jedoch mit jedem Betreiber in jedem Land einzeln geführt werden, oder Apple eine überregionale Exklusiv-Vermarktung anstrebt, ist unklar. Fest steht nur, das andere Länder sich noch bis 2008 gedulden müssen.

Zumindest für Großbritannien verdichten sich die Gerüchte, dass o2 das iPhone exklusiv vertreiben wird. Einem Bericht der Tageszeitung "The Guardian" zufolge hat Vodafone aus Verärgerung über Apples Forderungen die Verhandlungen abgebrochen. Neben einer Beteiligung an den Einnahmen am mobilen Datenverkehr soll eine weitere Forderung Apples darin bestehen, den Zugriff auf das mobile Internet auf Inhalte zu beschränken, die von Apple vorgegeben werden.

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