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Europa weiter uneins über Internet-Steuern

17.04.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die bereits im Vorfeld mehrmals vertagte Vorlage eines EU-Richtlinienentwurfs zur Besteuerung des Internet-Handels verzögert sich einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge offenbar weiter. Die in der Angelegenheit federführende Generaldirektion Binnenmarkt habe die Arbeiten an ihrem ursprünglich für Februar angekündigten Vorschlag noch immer nicht abgeschlossen, heißt es. "Auch technisch ist es ein schwieriges Gebiet. Wir haben bis jetzt keinen fertigen Entwurf vorliegen", sagte ein Mitarbeiter. Daher habe auch die vor der Annahme eines Entwurfs nötige kommissionsinterne Abstimmung zwischen den Generaldirektoren noch nicht beginnen können.

Ebenfalls verschoben wurde eine Diskussion der EU-Finanzminister über einen neuen Ansatz für die Reform des Mehrwertsteuersystems der Gemeinschaft, und zwar auf den 8. Mai. Damit verzögert sich auch die geplante Richtlinie über die umsatzsteuerliche Erfassung von Gütern und Dienstleistungen, die sich aus dem Internet laden lassen (CW Infonet berichtete).