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Europa hat mit Online-Datenschutz nicht viel am Hut

25.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Obwohl die europäischen Bestimmungen zum Schutz persönlicher Daten im Internet wesentlich strenger sind als in den USA, schneiden die Amerikaner in Sachen Privacy besser ab. So fragen nur neun Prozent der europäischen Websites ihre Kunden, ob sie deren gesammelte Daten an Dritte weiterverkaufen dürfen. Nur 20 Prozent holen die Erlaubnis ihrer Teilnehmer ein, sie auf ihre Mailing-Liste zu setzen. Ganze 15 Prozent der Europäer sammeln persönliche Informationen auf eine Art und Weise, die dem Surfer verborgen bleibt. Im Gegensatz dazu fragen rund 50 Prozent der US-Websites ihre Kunden, ob sie Daten weiterverkaufen dürfen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der weltweiten Dachorganisation Consumers International, die 263 Verbraucherschutzverbände zählt. Das Gremium untersuchte 750 kommerzielle Websites in Europa und den USA. Insgesamt fanden die Auguren heraus, dass zwei Drittel der Homepages hüben wie drüben persönliche Kundendaten sammeln und 60 Prozent keine Privacy-Regeln auf ihrer Seite angeben.