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EU will Computerkenntnisse verbessern

07.02.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die EU-Kommission will in der vergangenen Woche laut "Financial Times" einen 18-Punkte-Plan verabschieden, um den Abstand des alten Kontinents gegenüber den USA in puncto Computer- und Internet-Kenntnissen der Bevölkerung zu verringern. Unter anderem sieht die Entschließung vor, dass bis Ende kommenden Jahres jede Schule in Europa eine Internet-Zugang bekommt und alle Lehrer bis Ende 2003 Computerkenntnisse erwerben müssen. Ferner ist ein europaweites Netz mit öffentlichen Netzzugängen geplant. Die Umsetzung der hehren Pläne obliegt allerdings den einzelnen Mitgliedsstaaten und kann nicht erzwungen werden.

Die Internet-Verbreitung in Europa ist nur rund ein Drittel so hoch wie in der Vereinigten Staaten. Außerdem, so bemängeln die Eurokraten, tummeln sich auf dem EU-Gebiet nur rund 25 Prozent Frauen im Netz - in den USA ist das schwache Geschlecht online doppelt so stark. "Nur mit einer wissensbasierten Ökonomie schaffen wir neue Jobs und Wachstum in Europa", lautet das Fazit von Anna Diamantopolou, EU-Kommissarin für soziale Angelegenheiten.