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EU und USA können sich nicht über Privacy einigen

21.05.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Weiterhin können sich die politisch Verantwortlichen aus den USA und der Europäischen Union (EU) nicht auf gemeinsame Regeln für den Schutz der Privatsphäre ihrer Bürger beim E-Commerce einigen. Im vergangenen Oktober hatte die EU für amerikanische Verhältnisse ungewohnt strenge Verbraucherschutzgesetze erlassen. Diese könnten bei strikter Anwendung dazu führen, daß US-Unternehmen keine Daten europäischer Kunden mehr verwerten dürfen. Am 21. Juni trifft US-Präsident Bill Clinton im Anschluß an den Kölner Weltwirtschaftsgipfel in Bonn mit EU-Spitzenpolitikern zusammen, um sich erneut des heiklen Themas anzunehmen. Gerard de Graaf, EU-Sekretär in Washington, ist optimistisch, daß eine Einigung noch möglich ist: "Aus unserer Sicht läuft noch alles planmäßig. Auch wenn kein formales Abkommen zustande kommt, hoffen wir bis zu dem Treffen auf eine Regelung, die sich politisch durchsetzen läßt."