Bildröhren-Kartell

EU straft Fernsehhersteller ab

05.12.2012
Wegen verbotener Absprachen sind sieben Hersteller von Bildröhren zu eine Kartellstrafe in Milliardenhöhe verurteilt worden.
Berlaymont-Gebäude in Brüssel, Dienstsitz der Europäischen Kommission
Berlaymont-Gebäude in Brüssel, Dienstsitz der Europäischen Kommission
Foto: tpholland via flickr

Unter den Verurteilten, die zusammen 1,47 Milliarden Euro berappen müssen, befinden sich mit Samsung, LG, Toshiba, Panasonic und Philips die großen Konzerne der Elektronikbranche, wie die EU-Kartellwächter am Mittwoch mitteilten. Fast zehn Jahre lang sprachen die Firmen untereinander die Preise für Bildröhren in TV-Geräten und Computerbildschirmen ab, teilten die Märkte auf und deckelten die Produktion.

Die höchste Strafe muss das japanische Unternehmen Panasonic zahlen. Der koreanische Elektronikkonzern LG und der niederländischen Philips wurde eine gemeinsame Strafe in Höhe von 391,9 Millionen Euro aufgebrummt. Philips kündigte an, in Berufung zu gehen. Die Strafe sei unverhältnismäßig und betreffe eine Sparte, die bereits 2001 verkauft worden sei.Kartelle sind nach europäischem Recht verboten und werden mit hohen Geldbußen geahndet. (dpa/tc)

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