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EU-Projekt zur Erhöhung des Biogasertrags gestartet

13.02.2008
Von pte pte
Im Rahmen des EU-Forschungsprojektes EU-AGRO-BIOGAS diskutierten Experten aus sieben europäischen Nationen, wie man die Leistung von bestehenden Biogasanlagen verbessern könnte. Dabei steht besonders die Effizienzsteigerung von mittleren und großen Anlagen im Mittelpunkt. Die Biogaserzeugung stellt eine klimafreundliche Form der Energiegewinnung dar.

Biogas entsteht durch eine Mischung von Methan und Kohlendioxid, die beim Abbau von Biomasse (Gülle, Pflanzen und organische Abfälle) unter Luftausschluss entsteht.Dabei kann der Methananteil des Gases beim Einsatz in Blockheizkraftwerken verbrannt und in elektrischen Strom und Wärme umgewandelt werden. Forscher aus sieben Nationen arbeiten nun daran, die Auswahl der zur Biogaserzeugung eingesetzten Stoffe zu optimieren. Im Zuge des EU-Projekts sollen sowohl Kosten als auch Leistungen bestehender Anlagen verbessert werden.

Die Projektkoordination dieser EU-weiten Initiative http://www.eu-agrobiogas.net seit dem Jahr 2007 beim Department für nachhaltige Agrarsysteme der Universität für Bodenkultur in Wien unter Leitung von Thomas Amon. Auf Nachfrage von pressetext meint Markus Lyson, Projektmanager der Biogasinitiative, dass bei der Optimierung der Biogasproduktion die Mischung von landwirtschaftlichen Reststoffen berücksichtigt werden muss. "Bei diesem Projekt sprechen wir im speziellen von landwirtschaftlich betriebenen Biogasanlagen. Biogas wird in diesen Anlagen durch sogenannte Crops, wie Mais und Gräser, oder aber auch durch speziell gezüchtete Energiepflanzen erzeugt", so Lyson. Mit der Erstellung einer europäischen Datenbank sollen verschiedene Substrate und Energiepflanzen der EU-Mitgliedstaaten erfasst und im Zuge verschiedener Tests der gesamte technische Prozess der Umwandlung von landwirtschaftlichen Reststoffen in Biogas verbessert und standardisiert werden.

Das von der Europäischen Union geförderte Projekt EU-AGRO-BIOGAS läuft bis zum Ende des Jahres 2009. Forschungseinrichtungen aus Deutschland, Österreich, Dänemark, Großbritannien, Italien, Tschechien und Polen beteiligen sich an der Initiative. Die Projektkosten belaufen sich auf 5,9 Mio. Euro, die Europäische Union fördert das Projekt mit 3,9 Mio. Euro. (pte)