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EU-Offizieller wiegelt bei iPod-Regulierung ab

28.03.2007
Der Director General for Competition der EU-Kommission, Philip Lowe, sieht derzeit offenbar wenig Bedarf, kartellrechtlich gegen Apples geschlossenes System aus iPod und iTunes Music Store vorzugehen.

Kritiker hatten zuvor verschiedentlich gefordert, Apple müsse die bei iTunes verkaufte Musik auch kompatibel zu anderen als den hauseigenen Audio-Playern machen. Derzeit unterstützen nur die iPods das von Apple verwendete Digitale Rechte-Management (DRM) "Fairplay".

"Bevor wir auf den Plan treten, um den Wettbewerb im Markt zu regulieren, sollte die Frage erlaubt sein, ob der Wettbewerb wirklich verletzt wird", erklärte Lowe im Rahmen eine Kartellkonferenz in München. "Gibt es denn nicht lebhaften Wettbewerb zwischen unterschiedlichen Paketen aus MP3-Player und Musikbibliotheken?"

Früher in diesem Monat hatte die EU-Kommissarin für Verbraucherangelegenheiten, Meglena Kuneva, eine Öffnung von iTunes für andere Formate gefordert. Sie ruderte später ein wenig zurück und machte klar, dass sie dabei nicht an juristische Schritte gedacht habe.

Gegenwärtig gehen Verbraucherschützer in Deutschland, Frankreich, Finnland und Norwegen gemeinsam gegen das aus ihrer Sicht zu abgeschottete iTunes vor. Norwegen, dass kein EU-Mitglied ist, hatte im Januar erklärt, eine Liberalisierung von Apples Musik-Download-System ab Oktober notfalls per Gesetz erzwingen zu wollen. (tc)