2-Gigahertz-Band

EU öffnet UMTS-Frequenzen für LTE

06.11.2012
Die EU will das für LTE-Dienste bereitstehende Spektrum aufstocken. Dafür sollen bislang für UMTS genutzte Funkfrequenzen im 2-Gigahertz-Band bis Ende Juni 2014 freigegeben werden.
Die EU-Kommission setzt verstärkt auf LTE.
Die EU-Kommission setzt verstärkt auf LTE.
Foto: 3GPP

Mit dem Beschluss will die EU-Kommission der wachsenden Nachfrage nach mobilen Breitband-Diensten entgegen kommen. Branchenkenner prognostizierten, dass der weltweite Mobilfunkdatenverkehr bis 2015 um jährlich 26 Prozent zunehmen wird, heißt es in einer Mitteilung. Es werde dann mehr als sieben Milliarden Mobiltelefone, Tablet-Computer und andere mobile Geräte geben, die eine Verbindung mit dem Internet herstellen können. Durch die Freigabe von zusätzlichen 120 Megahertz im 2-Gigahertz-Band (1.920 bis 1.980 Megahertz sowie 2.110 bis 2.170 Megahertz) für LTE (Long Term Evolution) sollen Verbraucher künftig in den Genuss schnellerer Datenverbindungen und erweiterter Breitband-Dienste kommen und die Mobilfunkanbieter mehr Möglichkeiten erhalten, in bessere Mobilfunknetze zu investieren und ihre Netze effizienter zu nutzen.

Das gepaarte terrestrische 2-Gigahertz-Band ist bislang ausschließlich für Mobilfunkdienste der dritten Generation (3G oder UMTS) vorgesehen. Die Aufhebung der technischen Beschränkung und die Koexistenz von UMTS und LTE im betreffenden Band sollen dazu beitragen, dass das Breitband-Ziel der Digitalen Agenda erreicht wird, ohne dass eine Fragmenttierung des Binnenmarktes entsteht. Diese sieht bis zum Jahr 2020 eine flächendeckende Breitband-Versorgung mit Datenraten von mindestens 30 Megabit pro Sekunde in der EU vor. Der Beschluss der EU-Kommission verpflichtet die Mitgliedstaaten, die betreffenden Frequenzen bis zum 30. Juni 2014 freizumachen. In der EU wird dann nach Angaben der Kommission mit rund 1.000 Megahertz ein doppelt so großer Frequenzbereich für drahtlose Hochgeschwindigkeits-Breitband-Netze verfügbar sein wie in den USA.

Darüber hinaus arbeitet die Kommission auch an einer Öffnung der ungepaarten terrestrischen 2-Gigahertz-Frequenzen (1.900 bis 1.920 Megahertz und 2.010 bis 2.025 Megahertz), die zwar derzeit für UMTS-Netze reserviert, in der EU aber nicht genutzt werden.

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