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EU-Ministerrat segnet neues Urheberrecht ab

10.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Ministerrat der Europäischen Union hat der vom Europäischen Parlament eingereichten neuen Richtlinie für das Urheberrecht zugestimmt. Damit geht eine seit drei Jahren andauernde Auseinandersetzung zwischen den Behörden, Künstlern und der Industrie zu Ende. In der EU-Direktive wurden die bestehenden Copyright-Bestimmungen der durch den elektronischen Datenaustausch veränderten Situation angepasst. Die 15 Mitgliedsstaaten der EU haben nun 18 Monate Zeit, die Regelung in nationales Recht umzuwandeln.

Ziel der Richtlinie ist es, das Verbreitungs-, Vervielfältigungs- und Wiedergaberecht sowie den Umgang mit Kopierschutzsystemen und die Rechteverwertung innerhalb der EU zu harmonisieren. In der verabschiedeten Regelung wurde vor allem die Position von Urhebern wie Autoren und Musiker gestärkt, gleichzeitig wurden jedoch Ausnahmen für Bibliotheken und Schulen sowie die private Nutzung eingeräumt. Wie die Vorgaben der EU-Direktive umgesetzt werden, können die einzelnen Staaten selbst entscheiden.