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EU-Länder einig über Copyright-Richtlinien im Web

09.06.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der bisher für den Offline-Bereich geltende Urheberschutz soll an das Internet und andere elektronische Verbreitungsmedien angepasst werden. Darauf haben sich die EU-Mitgliedsländer nach langem Ringen geeinigt, um dem bisherigen Diebstahl von geistigem Eigentum im Web einen Riegel vorzuschieben. Auch im neuen Medium soll der Urheber eines Textes oder eines digitalen Produktes als einziger die Rechte an der Vervielfältigung und Veröffentlichung seiner Werke haben. Lediglich öffentliche Bibliotheken oder Forscher dürfen die Werke ohne Bezahlung von Nutzungsgebühren verwenden. Der Vorschlag sieht zudem vor, dass die EU-Länder Anbietern juristische Rückendeckung geben müssen, wenn diese ihre Inhalte technisch sichern wollen. Der Entwurf der Mitgliedsländer wird nun dem Europäischen Parlament zu einer zweiten Lesung vorgelegt.