Kartellermittlung

EU-Kommission nimmt Geschäftsgebaren von Google unter die Lupe

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Als europäische Wettbewerbsbehörde prüft die EU-Kommission Vorwürfe über einen eventuellen Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung bei der Online-Suche.

Andere Anbieter von Suchdiensten hatten im Vorfeld Beschwerden eingereicht. Diese richteten sich laut EU-Kommission gegen eine angebliche Benachteiligung anderer Online-Suchdienste in den unbezahlten und bezahlten Suchergebnissen von Google und die möglicherweise bevorzugte Platzierung von Googles eigenen Diensten.

Die Einleitung des Verfahrens bedeutet übrigens nicht, dass die Kommission zum jetzigen Zeitpunkt eine Zuwiderhandlung nachweisen kann, sondern lediglich, dass sie der eingehenden Untersuchung des Falles Vorrang einräumt. Alles Weitere steht in einer ausführlichen Pressemitteilung.

Google-Sprecher Kay Oberbeck erklärte in einer Stellungnahme zur Ankündigung der Kommission: "Seit der Gründung von Google arbeiten wir sehr hart daran, das Richtige für unsere Nutzer und unsere Branche zu tun. Dazu gehören beispielsweise die stets eindeutige Kennzeichnung von Werbung; die Möglichkeit für Nutzer und Werbetreibende, über ihre Daten frei zu verfügen und diese sehr einfach mitnehmen zu können, wenn sie zu anderen Diensten wechseln möchten, sowie umfassende Investitionen in Open Source Projekte. Natürlich gibt es immer auch Möglichkeiten für weitere Verbesserungen - wir werden daher eng mit der Kommission zusammenarbeiten, um etwaige Bedenken auszuräumen."