Wettbewerbsverfahren

EU-Kommission lotet bei Google weitere Zugeständnisse aus

09.09.2014
Die EU-Kommission spricht mit Google über weitere Zugeständnisse in dem jahrelangen Wettbewerbsverfahren.

Auslöser seien neue Informationen und Argumente der Beschwerdeführer gewesen, erklärte ein Sprecher der Kommission am späten Montag. "Wir sind nun in Kontakt mit Google, um zu sehen, ob sie bereit sind, Lösungen anzubieten." In dem Verfahren geht es um Vorwürfe von Medienunternehmen und konkurrierenden Online-Diensten, Google benachteilige sie in seiner Suchmaschine.

Joaquín Almunia, scheidender Wettbewerbskommissar der EU-Kommission
Joaquín Almunia, scheidender Wettbewerbskommissar der EU-Kommission
Foto: EU-Kommission

"Wir arbeiten weiter mit der Europäischen Kommission zusammen, um die Bedenken auszuräumen", erklärte Google auf Anfrage. Erst vor einigen Tagen legte der langjährige Chef und derzeitige Vorsitzende des Verwaltungsrates von Google, Eric Schmidt, in einem Blog-Eintrag seine Sicht zu den Wettbewerbsvorwürfen von Verlagen und Konkurrenten dar.

Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia hatte bereits im Februar Zugeständnisse von Google ausgehandelt, die er für ausreichend hielt. Google hatte unter anderem zugesagt, Ergebnissen aus konkurrierenden Diensten mehr Platz einzuräumen und eigene Angebote klarer zu kennzeichnen. Den Beschwerdeführern ging das nicht weit genug. Almunia stieß auch auf Widerstand in den Reihen der Kommission. Er deutete bereits am Wochenende in einem Interview mit Bloomberg TV an, dass die Kommission Lösungen zu den Bedenken der Konkurrenten anstrebe. (dpa/tc)