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EU-Kommission: Kein Millionenbußgeld für die Telekom

06.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die EU-Kommission hat Berichte dementiert, sie wolle die Deutsche Telekom wegen Wettbewerbsbehinderung im Ortsnetz mit einer Millionenstrafe belegen. Wie aus einer Stellungnahme der Kommission hervorgeht, sei im Beratungsausschuss weder ein entsprechender Vorschlag eingebracht, noch über eine mögliche Geldbuße diskutiert worden,

Verschiedene Medien hatten zuvor unter Berufung auf EU-Kreise gemeldet, der TK-Konzern müsse sich wegen Missbrauchs ihres Monopols bei der so genannten "letzten Meile" auf ein Bußgeld im unteren zweistelligen Millionenbereich einstellen. So sei EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti zu dem Schluss gekommen, die Telekom verlange von Konkurrenten zu hohe Preise für den Zugang zum Ortsnetz. Da sich durch die überhöhten Gebühren der Markteinstieg für andere TK-Firmen nicht rentiere, werde der von der EU geforderte Wettbewerb verhindert. (mb)