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EU greift Powerline unter die Arme

11.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die EU-Kommission hat jetzt eine Initiative gestartet, um die Verbreitung von Powerline (PLC) als breitbandiges Internet-Zugangsmedium zu fördern. Dabei empfahl Brüssel den nationalen Regulierungsbehörden, ungerechtfertigte Regulierungsvorschriften zu kippen, um den Markt für die Datenübertragung per Stromnetz zu öffnen. Insbesondere sollen die Regulierer darauf achten, dass Powerline-Anbieter nicht mit strengeren Entstörungsvorschriften gegängelt werden als Anbieter vergleichbarer Technologien. Langfristig, so hofft zumindest die EU, könne Powerline als konkurrierende Internet-Access-Technologie zu sinkenden Preisen und einer stärkeren Verbreitung von breitbandigen Zugängen führen. So rechnete ein EU-Sprecher vor, dass Powerline in den 25 Mitgliedsstaaten - und dort speziell in ländlichen Gegenden - die Breitbandverbreitung um fünf bis zehn Prozent erhöhen könne.

Allerdings ist dies alles noch Zukunftsmusik. In Deutschland, dem größten Powerline-Markt in der EU, gibt es gerade mal um die 6700 Nutzer dieses Übertragungsverfahren. Und selbst in den USA, wo im Oktober 2004 die Regulierungsbestimmungen für die Datenübertragung via Stromnetz gelockert wurden, schätzt man die Zahl der User lediglich auf 4320. (hi)