Lenovo

EU gibt Chinesen grünes Licht für Medion-Übernahme

26.07.2011
Die EU-Kommission hat grünes Licht für die Übernahme des Aldi-Lieferanten Medion durch den chinesischen PC-Bauer Lenovo gegeben.
Das aktuelle Lenovo-Topmodell "ThinkPad X1"
Das aktuelle Lenovo-Topmodell "ThinkPad X1"
Foto: Lenovo

Das neue Unternehmen werde starken Konkurrenten wie zum Beispiel Acer, HP oder Asus gegenüberstehen, so dass es weiter ausreichend Wettbewerb gebe, teilten die obersten Wettbewerbshüter Europas am Dienstag in Brüssel mit. "Die gemeinsamen Marktanteile von Lenovo und Medion sind allgemein relativ gering", lautete die Schlussfolgerung der EU-Behörde.

Die Experten hatten insbesondere die Aktivitäten beider Firmen bei Desktop-Computern und Laptops, Computermonitoren sowie Zubehör unter die Lupe genommen. Im Mittelpunkt stand dabei der PC-Markt in Deutschland und Dänemark, auf den der Zusammenschluss die größten Auswirkungen hat.

Anfang Juni hatten die chinesischen Investoren ihre Kaufabsicht für Medion bekanntgegeben. Der PC-Spezialist Lenovo aus Hongkong zahlt nach früheren Angaben für die Essener rund 629 Millionen Euro. Alle 1000 Mitarbeiter des deutschen Elektronikspezialisten sollen bleiben dürfen. Medion ist vor allem für seine bei Aldi vertriebenen Computer, Kameras oder Navigationsgeräte bekannt. Das neue Unternehmen soll hinter HP und Acer zur Nummer drei auf dem PC-Markt in Deutschland werden. (dpa/tc)