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EU-Experte: IT-Konzerne nutzen Open-Source-Gemeinde aus

01.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In der EU-Kommission stößt das Open-Source-Engagement US-amerikanischer IT-Konzerne nicht nur auf Zustimmung. Große Hersteller wie IBM, Sun oder Hewlett-Packard (HP) nähmen zu viel Einfluss auf die Community, kritisierte Jesus Villasante, Chef der Abteilung Softwaretechnologien in der EU-Behörde Information Society and Media. Statt sie zu ermutigen, unabhängige kommerzielle Produkte zu entwickeln, benutzten die Branchengrößen die Open-Source-Bewegung als Subunternehmer für die eigene Produktion. Auf diese Weise werde die Entwicklung einer eigenständigen europäischen Softwareindustrie behindert. "Die Open-Source-Gemeinde muss sich selbst ernst nehmen und erkennen, dass sie einen Beitrag für sich selbst und die Gesellschaft geleistet hat", forderte Villasante auf einer Fachkonferenz in Amsterdam. (wh)