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EU ermittelt gegen die Telekom

08.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Europäische Kommission hat heute mitgeteilt, sie habe ein Kartelluntersuchung gegen die Deutsche Telekom eingeleitet. Die Brüsseler Exekutive verdächtigt den Bonner Carrier, dieser habe wettbewerbswidrige Preise für den Zugang zum Ortsnetz erhoben. Konkret soll die Telekom von Konkurrenten mehr verlangt haben als von den eigenen Endkunden. Angeregt hatten die Untersuchung Mannesmann Arcor und zahlreiche regionale Betreiber. "Ich glaube, dass noch viel getan werden kann, um den Wettbewerb im Ortsnetz zu fördern", erklärte Wettbewerbskommissar Mario Monti. "Dieses ist jetzt eindeutig eine unserer Prioritäten."

Die Telekom hat nun zwei Monate Zeit, um Gegenargumente vorzubringen und darf ihre Position auch in einer mündlichen Anhörung weiter erläutern. Erst danach fällt die Kommission eine endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen. Der vollständige Wortlaut der EU-Mitteilung findet sich hier. (tc)