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EU-Elektroschrottrichtlinie - Konzerne fürchten Chaos

21.07.2005
Der bevorstehende Anlauf der Rücknahmepflicht für Elektro-Altgeräte verursacht bei vielen Herstellern massive Planungsunsicherheit.

Die staatlichen Behörden der 25 EU-Mitgliedsstaaten hätten den Markt in den vergangenen Monaten durch eine Vielzahl von Verordnungen und Gesetzen in ein Chaos gestürzt, kritisieren zahlreiche Umweltmanager von Herstellerfirmen. Europa sei ein Flickenteppich, was die Bestimmungen zum Elektroschrott angeht, sagte IT-Rechtsexperte Stefan Schuppert von der Anwaltskanzlei Lovells dem „Handelsblatt“ (Donnerstag).

Dabei bleibt Firmen wie Osram, Electrolux oder Samsung nur noch wenig Zeit zur Vorbereitung. Schon Ende dieses Monats startet die Registrierung bei der Stiftung Elektro-Altgeräte-Register (EAR), die die Rücknahme steuert. Spätestens bis zum 24. November müssen sämtliche Elektro- und Elektronikhersteller dort nachgewiesen haben, dass sie in der Lage sind, ihre nach dem 13. August 2005 in den Verkehr gebrachten Haushaltsgeräte, Computer oder Handys zurückzunehmen und zu entsorgen. Vom 24. März 2006 an müssen die dann dauerhaft gekennzeichneten Geräte von der Industrie zurückgenommen werden. Zwar erledigen Städte und Gemeinden zunächst unentgeltlich die Sammlung von Elektroschrott bei den Haushalten, den Abtransport von kommunalen Bauhöfen müssen aber wiederum Philips, Miele & Co. organisieren. (dpa/uba)