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EU drängt auf Kostensenkung bei der "letzten Meile"

16.02.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Europäische Kommission hat ihre Mitgliedsstaaten dazu aufgerufen, bis Dezember dieses Jahres für einen größeren Wettbewerb auf der sogenannten "letzten Meile" zu sorgen. Damit ist das Verbindungsstück gemeint, mit dem die Haushalte und Unternehmen an die Ortsvermittlungen und damit letztlich auch an das Internet angebunden sind. Diese Kupferleitungen sind meist nach wie vor in der Hand der Ex-Monopolisten im TK-Markt und werden für hohe Summen an Newcomer vermietet. Um dem E-Commerce-Wachstum in Europa den Weg freizumachen, verlangt Brüssel daher nun eine drastische Senkung der Mietgebühren.

Zunächst handelt es sich lediglich um eine "Empfehlung" der EU, die nicht bindend ist. Sollten die betroffenen Länder jedoch bis Ende des Jahres keine fairen Preisstrukturen eingeführt sein, so wird Brüssel sie mit einer formellen Direktive dazu zwingen. Die EU-Mitgliedsstaaten können sich bis zum 7. März zu der Empfehlung äußern. Erwartet wird allerdings, dass die meisten Telcos in der für nächste Woche anberaumten Versammlung dazu Stellung nehmen werden.