IBM Legacy-Systeme

Es gibt sie noch - die Mainframe-Neuanschaffungen

11.12.2008
Endress+Hauser (E+H) hat sich für die Neuanschaffung ab 2009 von zwei IBM-Mainframes der Linie "System-z10" entschieden. Allerdings ist E+H auch bisher schon Großrechneranwender.

E+H prüfte zwei unterschiedliche Konzepte, um seine IT-Bedürfnisse abzudecken: Zum einen das Konzept vieler, geclusterter Server, zum anderen wieder eine Mainframe-basierte Lösung.

Um Mainframes wie IBMs neue z10-Generation gibt es zwischen den verschiedenen Lagern nachgerade Glaubenskämpfe. IBM hält ihn für das (ausfall-)sicherste, energieeffizienteste und leistungsfähigste System überhaupt - gemessen an den Aufgaben, die solch ein Rechner gleichzeitig erledigen kann. Die gesamte Konkurrenz, die keine Großrechner anbietet, sieht das anders.
Um Mainframes wie IBMs neue z10-Generation gibt es zwischen den verschiedenen Lagern nachgerade Glaubenskämpfe. IBM hält ihn für das (ausfall-)sicherste, energieeffizienteste und leistungsfähigste System überhaupt - gemessen an den Aufgaben, die solch ein Rechner gleichzeitig erledigen kann. Die gesamte Konkurrenz, die keine Großrechner anbietet, sieht das anders.

Nach Überlegungen zu den Anschaffungskosten (TCA = Total Cost of Acquisition) sowie den Lebenszykluskosten (TCO = Total Cost of Ownership) entschied sich das Unternehmen mit Stammsitz im schweizerischen Reinach und der deutschen Vertriebszentrale in Weil am Rhein dafür, weiter auf Großrechner zu setzen.

Im Vordergrund der Entscheidung standen Themen wie die Verbesserung der Verfügbarkeit der Systeme und der Antwortzeiten. Eine Besonderheit stellt für das international tätige Unternehmen die Integration von asiatischen Schriftzeichen dar. Hierzu steht eine Migration auf Unicode an - was ein echter Performance-Fresser ist. Auch die Sicherheitsstandards sollen noch weiter gesteigert, die Vorteile der Virtualisierung weiterhin genutzt werden.

Aus diesen Gründen wird Endress+Hauser ab 2009 zwei Systeme vom Typ "System z10 Enterprise Class" im lokalen Parallel-Sysplex-Betrieb im Rechenzentrum in Weil am Rhein betreiben.

Endress+Hauser wird ab 2009 zwei System-z10-Enterprise-Class-Mainframes im Parallel-Sysplex-Betrieb nutzen.

Die Endress+Hauser-Gruppe ist international tätiger Anbieter von Messgeräten, Dienstleistungen und Lösungen für die industrielle Verfahrenstechnik. Mit über 8.000 Beschäftigten erwirtschaftet die Firmengruppe mehr als 1,1 Milliarden Euro Umsatz im Jahr.

Kennzahlen:

E+H setzt in den beiden z10-Systemen jeweils 51 Prozessoren ein. Diese sind für unterschiedliche Aufgaben zuständig.

  1. Für Datenbankanwendungen sind insgesamt 17 Prozessoren zuständig - 12 Central Processors (CP) sowie fünf zIIP-Spezialprozessoren (zIIP = z9 Integrated Information Processor). Bei den zIIP-Prozessoren handelt es sich um auf bestimmte Aufgaben zugeschnittene Prozessoren, die auch specialty engines genannt werden;

  2. Die interne Kommunikation werden über zwei Coupling Facilities (CF) abgewickelt;

  3. Anwendungen unter Linux bearbeiten 32 IFL-Prozessoren (IFL = Integrated Facility for Linux);

  1. Der Hauptspeicher der beiden Mainframes ist jeweils 1,5 TB groß;

  2. Die Stellfläche der beiden Großrechner beträgt jeweils zwei Quadratmeter.