Grünen-Studie

Es gibt sie doch, die Sollbruchstellen

Heinrich Vaske ist Chefredakteur der COMPUTERWOCHE und verantwortlich im Sinne des Presserechts (v.i.S.d.P.). Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung der Computerwoche - im Web und in der Zeitschrift. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte der COMPUTERWOCHE und moderiert Veranstaltungen. Weitere Interessen: der SV Werder Bremen, Doppelkopf und Bücher - etwa die von P.G. Woodhouse.
Ein vieldiskutiertes Gutachten der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen kommt zu dem Ergebnis, dass in manchen Consumer-Produkten die "Vergänglichkeit" schon eingebaut ist.

So gebe es die "bauteilbezogene Vorgehensweise", bei der Grundbausteine in elektronischen Konsumgüterprodukten - konkret: Elektrolyt-Kondensatoren (Elkos) - bewusst unterdimensioniert verbaut würden. Kritisiert wird auch das Herstellungsverfahren von Notebooks wie dem "Macbook Pro" von Apple, bei dem Gehäuse und eingebaute Komponenten teilweise verklebt und nicht austauschbar seien.

Das Gutachten nennt auch Beispiele für eine "konstruktionsbezogene Verkürzung der Nutzungsphase". In diese Kategorie fällt ein bei Notebooks oft diagnostizierter Wackelkontakt an der Netzteilbuchse. Diese sei oft am Board festgelötet. Im Reparaturfall bieten Hersteller oder Händler einen bis zu 300 Euro teuren Austausch des Boards ein - was Kunden zum Neukauf animieren solle.

Und Laserdrucker sollen manchmal mit internen Zählern ausgestattet sein, die dem Verbraucher melden, die Toner-Kartusche sei leer. Dabei könnten eigentlich noch tausende von Seiten gedruckt werden.

Studie Obsoleszenz BT GRUENE by Computerwoche_2013