Erwartet uns die Zwei-Klassen-Mobilfunkgesellschaft?

07.04.2008
Nach Einschätzung der Unternehmensberatung Arthur D. Little müssen sich Mobilfunk-Carrier neue Vermarktungsmodelle ausdenken. Der Ansatz lautet: Premium-User erhalten mehr und greifen tiefer in die Tasche.

Der Preiskampf im Mobilfunk definiert sich mittlerweile über Unterschiede im Cent-Bereich, mit neuen Flatrates und Pauschaltarifen will man die Kundschaft der Konkurrenz anlocken. Nach einer neuen Einschätzung der Unternehmensberatung Arthur D. Little sei es jetzt Zeit, sich neue Vermarktungsmodelle auszudenken, da Pauschaltarife bestenfalls eine Stagnation des Umsatzes pro Kunden (ARPU) erreichen. Der neue Ansatz lautet: Premium-User erhalten mehr und greifen tiefer in die Tasche.

Der vorangetriebene Netzausbau, Updates der Netztechnologien und die sinkende Verbindungsqualität durch eine höhere Netzauslastung sind nach Einschätzung von Karim Taga, Chef der österreichischen Niederlassung der Arthur D. Little-Unternehmensberatung, Gründe für den baldigen Umstieg auf ein neues Preismodell.

Wer künftig hohe Sprach- und Verbindungsqualität oder uneingeschränkte Breitbandnutzung für mobiles Internet verlangt, der soll draufzahlen. Taga zieht einen bildlichen Vergleich: "Wer sich für das günstige 'All-you-can-eat'-Buffet entscheidet, darf sich nicht über zu klein geratene Shrimps beschweren".

Inhalt dieses Artikels