BQ Aquaris M10 als Basis

Erstes Ubuntu-Tablet mit Konvergenz-Funktion wird auf dem MWC vorgestellt

22.01.2016
Das erste Ubuntu-Tablet mit Konvergenz-Funktion wird im kommenden Monat auf dem Mobile World Congress in Barcelona präsentiert. Ähnlich wie bei Microsofts Continuum-Anwendung lässt sich das Ubuntu-Tablet als herkömmlicher Desktop-PC nutzen.

Nach den beiden Ubuntu-Phones Aquaris E4.5 und Aquaris E5 HD wird BQ in Kürze auch ein Tablet mit dem Linux-basierten Betriebssystem vorstellen. Das Gerät wird im Februar auf dem Mobile World Congresspräsentiert werden, bestätigte der spanische Hersteller im Gespräch mit Areamobile auf einer Veranstaltung in Berlin. Das Gerät soll "das erste konvergente Tablet mit einer Ubuntu-PC-Erfahrung" sein.

Mit der Konvergenz-Funktion lässt sich ein Ubuntu-Tablet oder -Smartphone wie ein herkömmlicher Desktop-PC nutzen.
Mit der Konvergenz-Funktion lässt sich ein Ubuntu-Tablet oder -Smartphone wie ein herkömmlicher Desktop-PC nutzen.
Foto: Canonical

Laut der spanischen Website Xataka handelt es sich bei dem Gerät um ein Aquaris M10, das mit installiertem Ubuntu OS im April dieses Jahres in den Handel kommen soll. Das Aquaris M10 ist bereits mit Android als Betriebssystem für 239,90 Euro oder 269,90 Euro - je nach Display- und Kamera-Auflösungen - im Online-Shop des Herstellers verfügbar. Die gleiche Strategie, Mobilgeräte mit zwei verschiedenen Betriebssystemen zur Wahl zu stellen, verfolgt BQ auch bei Ubuntu-Smartphones und dem Aquaris X5, das entweder mit klassischem Android oder mit der Alternative Cyanogen OS erworben werden kann.

Das mit Android 5.1 Lollipop laufende BQ Aquaris M10 bringt unter anderem ein 10,1 Zoll großes Display mit HD- oder Full-HD-Auflösung, WLAN b/g/n für den Internetzugang, 2 GB RAM, 16 GB internen Speicher und microSD-Support bis 64 GB, einen Micro-USB-OTG- und einen Micro-HDMI-Anschluss und einen 7.280 mAh starken Akku mit. Der Prozessor im teureren Aquaris M10 taktet mit 1,5 GHz, die Kameras bieten Auflösungen von 8 Megapixel bzw. 5 Megapixel. Die günstigere Variante wird von einem auf 1,3 GHz getakteten Quad-Core-Prozessor von Mediatek (MT8163) angetrieben und hat zwei Kameras mit 5 Megapixel (hinten) bzw. 2 Megapixel (vorne) an Bord.

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Welche der beiden Versionen die Hardware-Plattform für das Ubuntu-Tablet sein wird, ist derzeit nicht bekannt. Mit der Konvergenz-Funktion lässt sich das Tablet - oder ein Ubuntu-Phone - wie ein herkömmlicher Desktop-PC nutzen - ähnlich wie bei Microsofts Continuum-Funktion.

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winwin

Ubuntu scheint im Gegensatz zu Windows 10 mobile nicht auf die Monitorgröße zu skalieren. Hier kommt es scheinbar sehr stark auf das "Wie" in dem Slogan "Wie ein herkömmlicher Desktop-PC zu nutzen" an, also reduziert auf das Benutzen von Monitor, Tastatur und Maus. Für einen echten PC sind die ARM-Apps für Ubuntu ja auch gar nicht optimiert. Da ist W10m um Meilen voraus. Und, sollte das x86-basierte Surface Phone kommen, erreicht man mit den entsprechenden Universal Apps per Continuum bereits das volle PC-Erlebnis. Es ist ein netter Versuch von Ubuntu. Microsoft hat mit Windows 10 (mobile) aber die erfolgverspechenderen Antworten auf den Einbruch des PC-Marktes. Wen wunderts. Ubuntu würde von Haus aus niemand mit dem PC verbinden.

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