NAS-Workshop

Erste Schritte mit FreeNAS 0.7.1

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
FreeNAS ist eine gratis Alternative zu kommerziellen Network-Attached-Storage-Lösungen. Lesen Sie in unserem Workshop, wie Sie FreeNAS installieren und konfigurieren.

NAS ist ein bewährtes Mittel gegen den beständig wachsenden Speicherbedarf. Dank günstiger Festplattenpreise halten sich die Kosten für die eigentlichen Speichermedien in überschaubaren Grenzen. Mit FreeNAS können Sie eine komplette Network-Attached-Storage-Umgebung völlig kostenlos umsetzen. Dabei eignet sich FreeNAS insbesondere für Heimanwender und kleinere Firmen.

FreeNAS: ein kostenloser Open-Source-NAS-Server.
FreeNAS: ein kostenloser Open-Source-NAS-Server.

Die Grundidee hinter Network-Attached-Storage ist denkbar einfach. Speicherplatz sollte ständig erweiterbar und aus dem Netzwerk jederzeit erreichbar sein. Hierfür sind keine unnötig teuren Serversysteme von Nöten. Ein alter PC genügt für FreeNAS meist völlig. Grundbedingung ist jedoch, dass die Hardware fehlerfrei und stabil läuft. Grundsätzlich existieren vier unterschiedliche Versionen von FreeNAS. Für die die Architekturen i386 und amd64 steht einen Live-CD zur Verfügung. Änderungen lassen sich wahlweise auf Diskette oder USB-Stick speichern. Bei einem Neustart können Sie diese Konfiguration wieder einladen. Für 32- und 64-Bit-Intel-Architekturen eigenen sich die Embedded-Varianten zur Installation auf einer Festplatte.

Systemanforderungen für FreeNAS

Während FreeNAS wenigstens 128 MByte Arbeitsspeicher benötigt, sind für die Embedded-Variante mindestens 192 MByte erforderlich. Für die Arbeit mit Software-RAID und ZFS werden wenigstens 512 MByte empfohlen.

Für die Arbeit mit ZFS empfehlen die Entwickler 1GByte RAM, genau wie für die 64-Bit-Version von FreeNAS. Mit der CPU-Performance verhält es sich ähnlich. Grundsätzlich funktioniert das System auch mit einem Pentium II. Bei einer größeren Zahl von Anwendern und zunehmend anspruchsvolleren Funktionen sollten Sie jedoch mehr Prozessorleistung zur Verfügung haben. Leider fehlt hier eine genaue Empfehlung der Entwickler. Hier helfen nur eigenen Erfahrungswerte.