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Erste Crusoe-Server in der Pipeline

26.01.2001
Gleich vier Firmen wollen die Strom sparenden Prozessoren von Transmeta bald auch in Servern einsetzen. Vor allem ISPs und ASPs könnten damit ihre Kosten merklich reduzieren.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Eigentlich hat Transmeta seine "Crusoe"-Prozessoren mit ihrem Strom sparenden Emulationskonzept für den Einsatz in Notebooks konzipiert. Strom sparen wollen aber auch andere Hersteller - speziell vor dem Hintergrund der Energieknappheit im Silicon-Valley-Staat Kalifornien. Gleich vier Firmen, nämlich RLX Technologies, Rebel.com sowie die beiden Startups Fibercycle und Amphus, wollen den Crusoe für den Einsatz in Servern "zweckentfremden". "Der Chip verbraucht nur ein Viertel des Stroms", erklärt Rodney McInnis, Produkt-Marketingchef beim kanadischen Anbieter Rebel.

Vor allem ISPs und ASPs (Internet- beziehungsweise Application Service Providern), die naturgemäß große Serverfarmen vorhalten müssen, könnten mit Transmeta-Servern ihre Kosten merklich reduzieren. Der Einsatz des Crusoe in diesen Bereichen ist nach Ansicht von Linley Gwennap, Pricipal Analyst beim Halbleiter-Experten Linley Group und Herausgeber des renommierten "Microprocessor Report", denn auch ein "logischer Schritt". Allerdings müsse sich erst erweisen, ob solche Systeme am Markt akzeptiert würden. Web-Server müssten prinzipiell häufig wiederkehrende Aufgaben in hoher Geschwindigkeit ausführen und griffen dazu auf die leistungsfähigsten CPUs von Intel und Sun zurück. Da könne er Crusoe zwar nicht mithalten, dafür biete er weitere Vorteile in puncto Abwärme. "Wenn man auf die Heatsink [Kühlkomponente, Anm. d. Red.] verzichtet, dann kann man die Anzahl der

CPUs verdoppeln", so Gwennap.